Kommentar über Freibad-Sheriffs

Poolpolizei

Aufpasser, die im Schatten des Sprungturms jugendlichen Überschwang und kleinkriminelle Umtriebe zügeln sollen? Vermutlich verlagert ihr Einsatz Probleme nur vors Freibadtor, meint Justus Randt.
04.07.2018, 19:56
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Von Justus Randt
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Mit alltäglichen Problemen der Badegäste untereinander kommen Schwimmmeister in der Regel gut klar.

dpa

Pack die Badehose ein. Wer beim Schwimmen entspannen, den Tag mit der Familie auf der Handtuchinsel verbringen oder muskelprotzen und arschbomben will, ist im Freibad goldrichtig. Zwischen Eltern mit Planschbecken-Kindern, pubertierenden Schülercliquen, die die Liegewiese unsicher machen, und Rentner-Klubs mit Reservierung für die Bänke kann es schon mal Konflikte geben.

Mit alltäglichen Problemen der Badegäste untereinander kommen Schwimmmeister in der Regel gut klar. Dass Sicherheitskräfte engagiert werden, die am Pool patrouillieren, ist zum Glück eher die Ausnahme und sollte es auch bleiben. Einen guten Weg haben die Bremer Bäder mit dem Einsatz von Kümmerern gewählt, die auf Augenhöhe mit Angebern und Anarchos reden.

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Schwieriger wird es, wenn – wie vor Jahren in der niedersächsischen Nachbarschaft geschehen – ganze Clans das Freibad-Territorium für sich klar machen oder wenn Einbrüche in Schließfächer und Diebstähle vorkommen, wie kürzlich in Verden. Das sind aber Fälle für die Polizei. Da können auch Schwimmmeister einpacken, und nicht nur die Badehose.

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