Kommentar zum Reformationstag Reformationstag als neuer Feiertag ist gerecht

Die Menschen im Norden wollen mehr Gerechtigkeit gegenüber dem Süden, wo es mehr Feiertage gibt. Deshalb ist der zusätzliche freie Tag am 31. Oktober richtig, findet Peter Mlodoch.
19.06.2018, 19:55
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Reformationstag als neuer Feiertag ist gerecht
Von Peter Mlodoch

Endlich: Niedersachsens Landtag hat den Weg für den arbeitsfreien 31. Oktober freigemacht. Mit einer gewissen Boshaftigkeit könnte man auch „Halloween wird Feiertag“ titeln. Denn der ganz großen Mehrheit der Bevölkerung in Bremen, Niedersachsen und den übrigen norddeutschen Ländern dürfte es herzlich egal sein, aus welchem Anlass es den zusätzlichen Feiertag gibt. Hauptsache es ist überhaupt einer, lautet eher die Motivation.

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Die Menschen im Norden wollen mehr Gerechtigkeit gegenüber dem Süden, wo es deutlich mehr Feiertage gibt. Statt religiöser Ansichten zählen bei vielen Bürgern pragmatische Argumente. Bloß nicht im Mai, heißt eines. Im Wonnemonat gibt es schon einige Feiertage, also findet man die zweite Jahreshälfte besser. Da passt doch der Reformationstag ganz gut – Luther hin oder her.

Warum vor diesem Hintergrund die Emotionen in Niedersachsen – anders als im übrigen Norden – so hochkochten, ist wohl vor allem den neuen politischen Verhältnissen mit der übermächtigen Großen Koalition geschuldet. Mit dem abschließenden Votum des Landtags sollte nun aber die Aufgeregtheit ein Ende haben.

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