Regio-S-Bahn: Neue Automaten spucken abgelaufene Tickets aus

Osnabrück·Bremen. Entschuldigung - die Presseabteilung der Osnabrücker NordWestBahn (NWB) muss die Vokabel momentan häufig benutzen. Grund: Der Start der neuen Regio-S-Bahn ist begleitet von "Kinderkrankheiten", wie die NWB einräumt. Erst der Ärger mit überfüllten Zügen und Verspätungen (wir berichteten), und jetzt kommen noch Beschwerden über Fahrkartenautomaten hinzu, die verücktspielen. NWB-Sprecherin Katrin Hofmann sagt auf Nachfrage unserer Zeitung: "Für den Ärger können wir uns bei unseren Kunden nur entschuldigen." Und sie verspricht: "Wir arbeiten mit Hochdruck an der Beseitigung der Störungen."
13.01.2011, 05:00
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Regio-S-Bahn: Neue Automaten spucken abgelaufene Tickets aus
Von Peter Voith

Osnabrück·Bremen. Entschuldigung - die Presseabteilung der Osnabrücker NordWestBahn (NWB) muss die Vokabel momentan häufig benutzen. Grund: Der Start der neuen Regio-S-Bahn ist begleitet von "Kinderkrankheiten", wie die NWB einräumt. Erst der Ärger mit überfüllten Zügen und Verspätungen (wir berichteten), und jetzt kommen noch Beschwerden über Fahrkartenautomaten hinzu, die verücktspielen. NWB-Sprecherin Katrin Hofmann sagt auf Nachfrage unserer Zeitung: "Für den Ärger können wir uns bei unseren Kunden nur entschuldigen." Und sie verspricht: "Wir arbeiten mit Hochdruck an der Beseitigung der Störungen."

Die gute alte Zeit - einige Fahrscheinautomaten, die in aller Eile kurz vorm Start der Regio-S-Bahn am 12. Dezember auf etlichen Bahnhöfen in und um Bremen aufgestellt worden waren, schreiben tatsächlich Geschichte. So drucken sie einige Zeitkarten mit einem über 41 Jahre alten Gültigkeitsdatum aus: "01.01.1970". Grund genug für NWB-Vertriebsleiter Ralf Meyer zu Westram, den Kunden die Angst zu nehmen, sie könnten der Schwarzfahrerei verdächtigt werden. "Die verkauften Fahrscheine haben natürlich alle ihre Gültigkeit und können durch das Personal anhand des Verkaufsdatums geprüft werden." Da man mit diesen Fahrkarten auch auf Strecken fahren kann, die nicht von der NWB, sondern anderen Mitgliedsunternehmen des Verkehrsverbundes Bremen-Niedersachsen (VBN) bedient werden, seien entsprechende Informationen über die Fehldrucke sofort an diese weitergeleitet worden. Für die Kunden mit den vermeintlich historischen Fahrkarten entstünden also "keinerlei Beeinträchtigungen", beteuert die NWB.

Dabei hatte die NordWestBahn an den Automatenlieferanten doch "sehr hohe Anforderungen" gestellt. So sollte der Automat in der Lage sein, auf eine Banknote nicht nur - wie bisher - Kleingeld herauszugeben sondern ebenfalls Banknoten. Doch auch hier gebe es noch "Kinderkrankheiten", die nun "unter Hochdruck" vom Automatenlieferanten, der Firma Scheidt & Bachmann (Mönchengladbach), beseitigt würden. Bis die Spezialisten den Fehler gefunden haben, können die Kunden an den Automaten also noch einige Wunder erleben - zum Beispiel, dass der Automat die VBN-Einzeltickets bereits entwertet ausspuckt. Eine Funktion, die nach NWB-Angaben nicht beabsichtigt war und schnellstmöglich umgestellt werden soll. Denn das bedeutet: Auf Vorrat kann man sich keine Fahrkarten am Automaten kaufen, ebenso wenig ein Niedersachsenticket, das übermorgen gültig ist. Die NWB verspricht, in den kommenden Wochen verstärkt sogenannte Automatenscouts einzusetzen, um den Kunden bei Fragen behilflich zu sein.

Wie viele Automaten von diesen sogenannten Applikationsstörungen betroffen sind, vermochte NWB-Sprecherin Katrin Hofmann nicht zu sagen. Es seien wohl "einige" auf den neuen Regio-S-Bahn-Strecken (Verden-Farge; Bremerhaven-Twistringen, Bremen-Nordenham und Bremen-Bad Zwischenahn). Aber wie viele genau es sind- das könne sie leider nicht sagen. Dafür bittet sie - genau: um Entschuldigung.

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