Celler Justizkongress: Debatte über mehr Sicherheit in Gerichten Ruf nach mehr Wachtmeistern

Celle (wk). An den niedersächsischen Gerichten sind viele Wachtmeister nach Ansicht des Präsidenten des Oberlandesgerichts Celle, Peter Götz von Olenhusen, nicht gut genug ausgebildet. "Wir müssen unsere vorhandenen Mitarbeiter besser aus- und fortbilden und schulen, wie sie mit gefährlichen Situationen umzugehen haben", sagte Olenhusen gestern am Rande des 1. Celler Justizkongresses. Um die Sicherheit in den Gerichtssälen zu verbessern, müssten die Justizbeamten unter anderem lernen, wie Durchsuchungen und wie Personenkontrollen an den Eingängen vorgenommen werden können. "Dazu sind sie noch nicht flächendeckend in der Lage", betonte Olenhusen.
06.07.2012, 05:00
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Celle (wk). An den niedersächsischen Gerichten sind viele Wachtmeister nach Ansicht des Präsidenten des Oberlandesgerichts Celle, Peter Götz von Olenhusen, nicht gut genug ausgebildet. "Wir müssen unsere vorhandenen Mitarbeiter besser aus- und fortbilden und schulen, wie sie mit gefährlichen Situationen umzugehen haben", sagte Olenhusen gestern am Rande des 1. Celler Justizkongresses. Um die Sicherheit in den Gerichtssälen zu verbessern, müssten die Justizbeamten unter anderem lernen, wie Durchsuchungen und wie Personenkontrollen an den Eingängen vorgenommen werden können. "Dazu sind sie noch nicht flächendeckend in der Lage", betonte Olenhusen.

Darüber hinaus sei es wichtig, die Zusammenarbeit der Gerichte untereinander zu intensivieren. "Wir müssen Konzepte entwickeln, wie sich Gerichte gegenseitig helfen können, etwa bei Personalfragen", sagte Olenhusen. Er hält auch bauliche Veränderungen sowie die Erhöhung der Mitarbeiterzahlen für unumgänglich, um die Sicherheit zu erhöhen. Metalldetektoren müssten zum Einsatz kommen.

Niedersachsens Justizminister Bernd Busemann (CDU) kündigte erneut Unterstützung an. In einem ersten Schritt sollen bis Ende 2013 mindestens 65 neue Wachtmeister ihre Arbeit aufnehmen. "Sollte darüber hinaus weiterer Bedarf bestehen, werde ich mich nicht sperren", betonte Busemann. Derzeit sind an den niedersächsischen Gerichten rund 750 Wachtmeister beschäftigt. Bedarf gebe es insbesondere bei weiblichen Bediensteten, die für die Kontrolle von Frauen benötigt würden.

Hintergrund für die Sicherheitsdebatte sind die tödlichen Schüsse auf einen Staatsanwalt im Amtsgericht Dachau vor rund sechs Monaten. Ein Angeklagter hatte den Mann erschossen.

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