Islamismus in Niedersachsen Salafisten-Zuwachs besorgt Verfassungsschutz

Hannover. Während die Zahl der Rechts- und Linksextremisten in Niedersachsen rückläufig ist, bereitet der Anhängerzuwachs bei den Salafisten dem Verfassungsschutz Sorge.
21.05.2014, 08:04
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Hannover. Während die Zahl der Rechts- und Linksextremisten in Niedersachsen rückläufig ist, bereitet der Anhängerzuwachs bei den Salafisten dem Verfassungsschutz Sorge.

Aus der islamistischen Gruppierung heraus habe sich in Niedersachsen zwar bislang keine terroristische Szene gebildet, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Mittwoch bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2013. Wegen der grundsätzlichen Gefahr aber ständen die Salafisten im besonderen Augenmerk der Behörde. Bis zu 30 Salafisten seien bislang aus Niedersachsen in die Kriegsgebiete nach Syrien gereist, auch um am aktiven Kampf teilzunehmen.

Brandenburger ist seit März 2013 die Präsidentin des Verfassungsschutzes. Sie hatte die Behörde übernommen, als diese wegen diverser Punkte wie der verbotenen Sammlung von Daten über Journalisten immer mehr in die Kritik geriet. Minister Pistorius hatte vor kurzem Eckpunkte für eine Reform des Verfassungsschutzes vorgestellt. Geplant sind unter anderem kürzere Speicherfristen für Personendaten und die digitale Führung von Akten. (dpa)

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