Deutlicher Sieg für für CDU-Kandidaten Scharrelmann hat im Wahlkreis Diepholz die Nase vorn

Der neue Direktkandidat für den Wahlkreis Diepholz heißt Marcel Scharrelmann. Der CDU-Politiker setzte sich gegen Wiebke Wall von der SPD durch.
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Scharrelmann hat im Wahlkreis Diepholz die Nase vorn
Von Micha Bustian

Marcel Scharrelmann (CDU) fasste seinen Gemütszustand in einem Wort zusammen: „Überwältigend.“ Der 34-Jährige schaffte im Wahlkreis 42 (Diepholz) den direkten Einzug in den niedersächsischen Landtag. Ähnlich seiner Partei, die niedersachsenweit gut zwei Prozentpunkte verlor, büßte er gegenüber seinem Vorgänger, dem ehemaligen Landtagsvizepräsidenten Karl-Heinz Klare, vier Prozentpunkte an Zustimmung ein. Dennoch war Scharrelmann bei seinem Erstversuch in Richtung Landtag „positiv überrascht“ über seine 44,1 Prozent. Ein Ergebnis, das die 38,5 Prozent seiner Partei bei den Zweitstimmen deutlich übertraf.

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Auch seine härteste Konkurrentin Wiebke Wall von der SPD sah keinen Grund, Trübsal zu blasen. 33,3 Prozent sammelte sie bei ihrem ersten Versuch, einen Platz im Landtag in Hannover zu ergattern, ein. Ihren Wohnort Sulingen habe sie sogar direkt gewonnen, sagte sie nicht ohne Stolz. Möglicherweise profitierte sie vom landesweit guten Ergebnis ihrer Partei, immerhin verbesserte sie das Resultat ihres Vorgängers Joachim Oltmann um 1,5 Prozentpunkte. Nicht nur das: Sie lag auch im Vergleich mit dem Zweitstimmenergebnis knapp vorn. Und vielleicht klappt es mit dem Sprung nach Hannover ja noch über die Liste, auf der sie Platz 46 belegt. „Das weiß ich aber erst spät in der Nacht.“

Dennoch herrschte bei Wiebke Wall allerbeste Laune. Denn ihre SPD hatte landesweit 4,5 Prozentpunkte zugelegt und war damit der große Gewinner der niedersächsischen Landtagswahl. „Wer hätte uns das zugetraut?“, fragte die Sulingerin angesichts bröckelnder Zahlen und der sozialdemokratischen Niederlage bei den Bundestagswahlen von drei Wochen. Die Regierung unter Ministerpräsident Stephan Weil habe „im Bereich Bildung ziemlich gute Politik“ gemacht und sei dafür belohnt worden. „Das freut mich total.“

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Für Marcel Scharrelmann war die Niederlage auf Landesebene „mehr als nur ein Wermutstropfen“. Ministerpräsident Stephan Weil und seine SPD hätten von einem gewissen Amtsbonus profitieren können, fand der Lokalpolitiker. „Wir haben deutlich verloren und müssen diese Niederlage aufarbeiten“, erklärte Scharrelmann. „Wir müssen jetzt schauen, wie wir die Menschen in unserem Wahlkreis wieder für unsere Politik begeistern können.“

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