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NFV will die Saison einfrieren

Entscheidung wohl gefallen: Der NFV will die laufende Spielzeit vorerst einfrieren. Ab dem 1. September soll die Saison fortgesetzt werden.
19.04.2020, 13:20
Lesedauer: 2 Min
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NFV will die Saison einfrieren
Von Patrick Hilmes
NFV will die Saison einfrieren

Bis zum 31. August wird auf den Fußballplätzen in Niedersachsen weiter Tristesse herrschen. Danach soll die Spielzeit aber fortgesetzt werden.

Björn Hake

Vermutungen über Vermutungen, Szenarien über Szenarien. Die wildesten Spekulationen machten in den vergangenen Wochen die Runde. Wie wird es mit den Fußball-Saisons in Niedersachsen weitergehen? Zunächst folgte eine kurzfristige Verschiebung auf die nächste. Nun wurde eine längerfristige Entscheidung getroffen. Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) will die aktuelle Spielzeit 2019/2020 vorerst einfrieren.

Der Plan ist folgender: Die Corona-Zwangspause soll bis zum 31. August 2020 verlängert werden. Ab dem 1. September sollen die laufenden Spielzeiten dann fortgesetzt werden. Das würde die Oberliga und alle darunter liegenden Spielklassen der Herren, der Frauen und auch der Jugend betreffen. Am Freitagabend hatten sich die Kreisvorstände des NFV in einer Videokonferenz auf dieses Szenario geeinigt. Die endgültige Entscheidung ist damit aber noch nicht getroffen. „Jetzt findet in den Kreisen und Bezirken so eine Art Abfrage statt. Eine Gegenstimme gab es in der Konferenz aber nicht“, berichtet Jürgen Stebani, Vorsitzender des Spielausschusses. Die finale Entscheidung soll dann im Laufe der nächsten Woche folgen.

„Es gibt nicht den Königsweg, aber dies ist wohl die sauberste und sportlich fairste Lösung für alle. Zudem hilft es nicht, alle 14 Tage neu zu entscheiden und zu verschieben. Es musste eine langfristige Lösung her. Nun können auch die Vereine besser planen“, betont Stebani. Alle anderen Varianten schloss der NFV zunächst für sich aus, insbesondere das Szenario der Annullierung. „Dann hätte es überspitzt gesagt Tote und Verletzte gegeben“, sagt Stebani. „Die Variante, die Saison einzufrieren, war das Meinungsbild der Vereine, das an uns herangetragen wurde. Wenn möglich, wollen alle die Saison zu Ende spielen. Der andere Wunsch war, dass alles im System bleiben sollte. Heißt: keine Play-offs oder sonstiges. Da gab es ja ganz wüste Spekulationen.“ Dem ist der Niedersächsische Fußballverband nun nachgekommen.

Ob auch wirklich ab dem 1. September der Ball wieder in Niedersachsen rollt, das steht aber weiterhin auf einem anderen Blatt. „Das ist der optimistischste Zeitpunkt aller Prognosen. Ich persönlich glaube, dass dieses Jahr gar nicht mehr gespielt werden kann. Aber bis dahin fließt eine Menge Wasser die Elbe runter. Man muss einfach sehen, wie sich die Situation rund um den Coronavirus entwickelt. Nun haben wir aber erst mal viel Zeit gewonnen.“

Damit steht gleichzeitig fest, dass die Saison 2020/2021 nicht wie geplant beginnen wird. Auch der komplette Ausfall dieser Spielzeit ist möglich. „Ich will nicht das nächste Worst-Case-Szenario heraufbeschwören, aber angenommen, es kann im Herbst gespielt werden, bleibt die Witterung abzuwarten. Sollte sie so sein wie 2017/2018, ist auf den Plätzen kein Fußball möglich“, gibt Stebani zu bedenken.

Doch das ist alles Zukunftsmusik und Spekulation. Der neue Plan wirft aber weitere Fragen auf. Eine davon betrifft den Punkt Spielerwechsel. Diese sollen ebenfalls eingefroren werden, bestätigte Aussagen dazu gibt es dazu aber noch nicht. Das gilt ebenso für den Punkt Trainingsbetrieb, der bisher noch untersagt ist. „Aber es wird ja irgendwann Lockerungen geben. Dann sind wie bei den Profis kleine Gruppen angedacht, die trainieren können.“

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