Organo Fluid: CDU drängt Ermittler Staatsanwaltschaft in der Kritik

Ritterhude. Auch zwei Jahre nach dem verheerenden Explosionsunglück in Ritterhude dauern die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft an. Am 9.
07.09.2016, 00:00
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Von Klaus Grunewald

Ritterhude. Auch zwei Jahre nach dem verheerenden Explosionsunglück in Ritterhude dauern die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft an. Am 9. September 2014 war die Entsorgungsfirma für Chemieabfälle, Organo Fluid, in die Luft geflogen. Rund 40 Wohnhäuser in der Umgebung wurden zum Teil erheblich beschädigt, ein Firmenmitarbeiter starb. Doch die politische und juristische Aufarbeitung der Katastrophe komme nur schleppend voran, kritisierte der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Martin Bäumer. Derweil hat Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz (Grüne) ein 13-Punkte-Programm der Landesregierung angekündigt, um Mensch und Umwelt besser vor Gefahren durch industrielle Großanlagen zu schützen.

Kottwitz sprach am Dienstag in Ritterhude mit Bürgermeisterin Susanne Geils und dem Osterholzer Landrat Bernd Lütjen sowie betroffenen Anwohnern über den aktuellen Stand der Aufarbeitung des Unglücks. Danach ist die Sanierung des ehemaligen Firmengeländes komplett abgeschlossen. Der Boden wurde bis acht Meter tief ausgekoffert und neu verfüllt, das Grund- und Trinkwasser ist nach den bisherigen Untersuchungsergebnissen nicht verunreinigt worden.

Allerdings, so Kottwitz, werde die Beweissicherung an den Messstellen noch zwei Jahre fortgeführt. Sie kündigte für alle gefahrenträchtigen Industrieanlagen in Niedersachsen ein Sicherheits- und Überwachungsprogramm an, dessen Entwurf dem zuständigen Landtagsausschuss am 19. September vorgelegt werden soll.

CDU-Mann Bäumer kritisierte, es sei unverständlich, dass die Staatsanwaltschaft Verden erst eineinhalb Jahre nach der Havarie einen Gutachter beauftragt habe, der dieses Umweltstrafdelikt aus fachlicher Sicht bewerten solle. Der Christdemokrat: „Das wird der öffentlichen Bedeutung dieses Ermittlungsverfahrens nicht gerecht.“

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