Verkehr eingeschränkt Strenger Winter hat Niedersachsen fest im Griff

Beim Bahnverkehr und auf den Straßen läuft im Norden noch nicht viel. Schüler dürfen im Winterwetter oft zu Hause bleiben. Derweil sinken die Temperaturen in Hannover auf minus zehn Grad, in Bremen auf minus 5.
09.02.2021, 07:35
Lesedauer: 2 Min
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Von dpa

Das strenge Winterwetter hält Niedersachsen weiter fest im Griff. Schnee und Frost beeinträchtigten auch am Dienstagmorgen den Verkehr auf den Straßen und bei der Bahn. Die meisten Schulen im Land bleiben für den Tag geschlossen. Morgens um 5 Uhr herrschten nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Hannover Temperaturen von minus zehn Grad, in Bremen waren es minus fünf Grad. Für den Tag wurden nur noch einzelne Schneeschauer mit Glättegefahr erwartet, dazu mäßiger Frost um minus sieben Grad.

Stau auf A 7 löste sich nur langsam auf

Im Schnee auf der Autobahn 7 bei Göttingen löste sich ein stundenlanger Lastwagenstau am Morgen nur allmählich auf. Die Verkehrsmanagementzentrale warnte vor Gefahr durch abgestellte Lastwagen zwischen den Anschlussstellen Göttingen-Nord und Nörten-Hardenberg. Die Autobahnpolizei musste Fahrer wecken, die sich wegen der langen Wartezeit schlafen gelegt hatten.

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Auf einem Parkplatz werde eine Versorgungsstation mit heißen Getränken eingerichtet, teilte die Polizei mit. „Wir bitten aufgrund der Umstände um Verständnis und viel Geduld“, hieß es. Weiter nördlich der Gefahrenstelle komme der Verkehr Richtung Hannover wieder ins Rollen.

Probleme mit Unfällen bei Lastwagen wegen Schneeglätte gab es auf der A7 auch zwischen Hamburg und Hannover. Insgesamt sei die Lage aber ruhiger als am Montag, hieß es im Lagezentrum des Innenministeriums in Hannover.

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Im Bahnverkehr gab es noch viele Zugausfälle oder Verspätungen. Für den Regionalverkehr meldete die Deutsche Bahn „starke Einschränkungen im Großraum Hannover und Bremen“. Außerdem seien viele Fernverbindungen gestrichen. Auch die Nordwestbahn und andere regionale Bahnunternehmen berichteten von Störungen.

An vielen Schulen in Niedersachsen auch am Dienstag kein Unterricht

Wegen des Winterwetters wurde an den meisten allgemeinbildenden Schulen und die Berufsschulen der Präsenzunterricht für Dienstag abgesagt. Ausgenommen war nur der Norden des Landes mit dem Elbe-Weser-Dreieck und Ostfriesland. Eine Notbetreuung werde aber gewährleistet, teilten die betroffenen Landkreise mit. Die Schließung der Schulen bedeute aber nicht unterrichtsfrei, hieß es. Homeschooling finde statt.

In der bitteren Winterkälte verstärkten Kommunen und Hilfsorganisationen ihren Einsatz für Obdachlose. So war in Hannover am Montagabend erneut der „Kältebus“ der Johanniter unterwegs, um Bedürftige mit heißem Essen und Getränken zu versorgen. Außerdem würden Kleidung, Decken, Schlaf- und Rucksäcke sowie Masken verteilt, sagte eine Sprecherin.

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