Brinkumer Verein will Senioren mehr Lebensfreude ermöglichen / Zuschuss vom Landkreis Diepholz Tanz mit dem Rollator

Stuhr-Brinkum. In Brinkum startet im November ein in der Region bislang wohl einmaliges Projekt. Der Kulturverein Granatapfel bietet dann einmal wöchentlich Rollatorentanz an. Damit sollen die Senioren nicht nur körperlich beweglich, sondern durch das Erlernen der Schrittfolgen auch geistig fit bleiben.
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Tanz mit dem Rollator
Von Claudia Ihmels

Stuhr-Brinkum. In Brinkum startet im November ein in der Region bislang wohl einmaliges Projekt. Der Kulturverein Granatapfel bietet dann einmal wöchentlich Rollatorentanz an. Damit sollen die Senioren nicht nur körperlich beweglich, sondern durch das Erlernen der Schrittfolgen auch geistig fit bleiben.

"2+4 Rollatorentanz - Aktiv & kreativ im Alter" lautet der genaue Titel des Angebots. Die 2 steht für zwei Beine, die 4 für die vier Rollen des Rollators. Die Vereinsvorsitzende Katja Schauland und ihre Mitstreiterin Christa Schöningh hatten die Idee schon vor mehr als einem Jahr. Durch eine Internetrecherche hätten sie erfahren, dass der Rollatorentanz ursprünglich aus den Niederlanden kommt, in Deutschland bislang aber nur im Süden praktiziert wird. Nur tanzen - das war Schauland und Schöningh zu wenig. Ähnlich wie beim Seniorentanz ist ihnen die soziale Komponente wichtig. "Alte Erinnerungen wachrufen, tanzen, kreativ sein und auch mal einen eigenen Liedtext schreiben", fasst Schauland die geplanten Aktivitäten zusammen. Dass solle den Senioren dabei helfen, den Rollator als hilfreichen Partner, als Freund und Begleiter zu akzeptieren. "Wer fit ist, ist ausgeglichener und bekommt eine ganz andere Ausstrahlung", sagt Schauland.

Was genau getanzt wird, will der Verein an die Bedürfnisse der Teilnehmer anpassen. Wer nicht so geübt im Umgang mit dem Rollator ist, kann ebenfalls teilnehmen. Auch bei der Musik sind die Wünsche der Tänzer gefragt.

Der Landkreis Diepholz fördert das Projekt über sein Programm "Kümmern statt Kummer - Alter hat Zukunft". Der Verein bekommt 12160 Euro. Das Geld ist für Arbeitsstunden, Verwaltungskosten und den Fahrdienst gedacht - und auch dafür, das Projekt über 18 Monate ausführlich zu dokumentieren. So sollen andere Institutionen sich das Konzept abschauen können. Zusätzlich wollen Schauland und Schönigh ein Tanzbuch herausbringen, in dem die Schrittfolgen nachgelesen werden können. Dafür brauchen sie aber weitere Mittel. Als zusätzliche Veranstaltung dieser Art ist für den nächsten Mai eine Boßeltour mit dem Rollator geplant.

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