Niedersachsen Übergriff auf türkische Moschee in Stade

Auf eine Moschee in Stade hat es nach Angaben des türkischen Moscheeverbandes Ditib einen Übergriff gegeben. Es seien acht Scheiben eingeworfen worden und es sei zu Farbschmierereien gekommen, so die Ditib-Vizevorsitzende in Niedersachsen.
25.01.2018, 17:02
Lesedauer: 1 Min
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Auf eine Moschee in Stade hat es nach Angaben des türkischen Moscheeverbandes Ditib einen Übergriff gegeben. In der Nacht zum Donnerstag seien acht Scheiben eingeworfen worden und es sei zu Farbschmierereien gekommen, sagte die Ditib-Vizevorsitzende in Niedersachsen, Emine Oguz.

Der Übergriff stehe möglicherweise mit dem kurdischem Protest gegen die türkische Militäroffensive im nordsyrischen Afrin in Zusammenhang. Es gebe entsprechende Bekennerschreiben. Binnen vier Tagen sei dies der vierte Angriff auf eine Ditib-Moschee in Deutschland. So wurde auch ein Gotteshaus im westfälischen Minden angegriffen.

Worte "Intikam" und "Afrin" an die Wände gesprüht

Wie die Polizei in Stade mitteilte, sprühten die Täter in roter Farbe die Worte "Intikam" und "Afrin" (Rache für Afrin) auf die Wände des Kulturhauses im Stadtteil Bützfleth. Zu dem Übergriff kam es demnach zwischen 22 Uhr und 7 Uhr. Der Schaden betrage über 1000 Euro.

In einem offenen Brief rief die Ditib die Politik zum Handeln auf. "Wir erwarten und fordern endlich ein öffentliches und klares Signal, dieser Selbstjustiz eine klare Absage zu erteilen und diese aufs Schärfste zu verurteilen", hieß es in dem unter anderem an Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) gerichteten Schreiben. "Da muss jetzt irgendetwas passieren", sagte Oguz der dpa. (lni)

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