Anwohner fordern Lizenzentzug Umstrittene Nuklearfirma

Braunschweig. Im Streit über ein Braunschweiger Gelände mit radioaktiven Stoffen haben Anwohner und die Bürgerinitiative Strahlenschutz beim niedersächsischen Umweltministerium einen Lizenzentzug beantragt. Die zum Teil bereits vor
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Im Streit über ein Braunschweiger Gelände mit radioaktiven Stoffen haben Anwohner und die Bürgerinitiative Strahlenschutz beim niedersächsischen Umweltministerium einen Lizenzentzug beantragt. Die zum Teil bereits vor

40 Jahren erteilten Strahlengenehmigungen – vor allem des Betreibers Eckert & Ziegler – würden den heutigen Risiken nicht Rechnung tragen, teilten die Autoren des Antrags mit. Sowohl mit Blick auf mögliche Terrorgefahren wie auch andere Risiken sei der Standort ungeeignet, zumal er in der Anflugschneise des Braunschweiger Flugplatzes liege.

Das Ministerium bestätigte den Eingang des Schreibens und will es nun prüfen. Thomas Huk, einer der Antragsteller, stellte für den Fall des Scheiterns eine Klage in Aussicht. Er verwies auf Parallelen zu einer in Ritterhude explodierten Chemieabfall-Fabrik, die einst ähnlich umstritten in einem Wohngebiet lag. Das Land müsse dem Betrieb bei der Suche nach Ersatzflächen außerhalb bewohnten Gebiets helfen. Die Nuklearfirma Eckert & Ziegler stellt radioaktive Komponenten unter anderem für medizinische Zwecke her und lagert in Braunschweig auch Atomabfälle. Anwohner befürchten erhöhte Strahlenbelastung.

Ein Unternehmenssprecher erklärte dazu: „Eckert & Ziegler hat für seinen medizinisch-technischen Betrieb in Braunschweig eine lupenreine und grundsolide Genehmigung. Es gibt weder von der Sache her einen Anlass, das zu ändern, noch eine Rechtsgrundlage.“ Das Unternehmen setze sein Vertrauen dabei auch in die Landesregierung. Die Rechtslage sei eindeutig. Der Streit über das Areal schwelt schon seit Jahren und beschäftigt immer wieder Gerichte.

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