17. Filmfestival wird eröffnet

Unabhängige Filmszene trifft sich in Oldenburg

Oldenburg. Am Mittwochabend ist es soweit: Das 17. internationale Filmfestival Oldenburg wird eröffnet. 2010 muss das Fest mit massiven Mittelkürzungen auskommen - das Programm bietet trotzdem viele Perlen des unabhängigen Kinos.
14.09.2010, 15:14
Lesedauer: 2 Min
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Unabhängige Filmszene trifft sich in Oldenburg
Von Iris Hetscher

Oldenburg. Am Mittwochabend ist es soweit: Das 17. internationale Filmfestival Oldenburg wird eröffnet. 2010 muss das Fest mit massiven Mittelkürzungen auskommen - das Programm bietet trotzdem viele Perlen des unabhängigen Kinos.

Wenn Filmfestchef Torsten Neumann das Festival am Mittwochabend gemeinsam mit der niedersächsischen Kultusministerin Johanna Wanka und Oldenburgs Oberbürgermeister Gerd Schwandner eröffnet, werden die Sorgen um die Finanzierung zunächst in den Hintergrund rücken. Die fünf Tage bis einschließlich Sonntag sollen ganz den Filmen, den Filmemachern und den Stars gewidmet sein, die für die 17. Auflage der Veranstaltung angekündigt sind.

Trotz eines Minus' von 60.000 Euro gegenüber dem Vorjahr konnten Torsten Neumann und sein Team auch 2010 wieder ein attraktives Programm zusammenstellen. Oldenburg ist für Freunde des kleinen, unabhängigen Films seit Jahren eine feste Adresse. 45 abendfüllende Produktionen werden 2010 zu sehen sein, außerdem 12 Kurzfilme.

Ein bisschen Glamour

Das Rahmenprogramm, das zu einem Festival gehört, wird trotzdem für ein gewisses Maß an Glamour sorgen: Zur Eröffnungsgala am Mittwochabend werden unter vielen anderen die Schauspielerinnen Nicolette Krebitz und Deborah Kara Unger erwartet. Unger ist auch Präsidentin der Jury und bekannt aus Filmen von David Lynch und David Cronenberg. Außerdem mit dabei: die Ehrengäste und Regisseure Radley Metzger und Timothy Bottoms, denen Filmreihen gewidmet sind. Es gibt eine "Filmfest-Nacht" am Freitag, eine VIP-Party und die "Closing Night Gala" am Sonntag, bei der der Preis des Festivals, der "German Independence Award", verliehen wird.

Eröffnet wird das Festival mit dem Banker-Film "Unter Dir die Stadt", in dem Nicolette Krebitz die Hauptrolle spielt. Außer diesem Film sind noch drei weitere Produktionen für den Independence Award nominiert: "Picco", "Morgen das Leben" und "Eine flexible Frau".

Das Festival glänzt mit einer Reihe von Welt-, Europa und Deutschlandpremieren, darunter "The House of Branching Love" des finnischen Regisseurs Mika Kaurismäki, "Pound of flesh" der amerikanischen Regisseurin Tamar Simon Hoffs und "Blond bringt nix" von Isabel Kleefeld nach dem Roman "Blondinenträume" von Milena Moser.

Die Retrospektive ist Radley Metzger, dem Pionier des erotischen Kinos, gewidmet, von ihm werden unter anderen die Filme "Therese and Isabelle" und "The Cat and the canary" zu sehen sein. Dem Kult-Nebendarsteller Timothy Bottoms ist die "Tribute"-Reihe gewidmet. Er hat mitgespielt in Streifen wie Peter Bogdanovichs "The Last Picture Show" oder "Rollercoaster".

Das komplette Programm ist zu finden unter www.filmfest-oldenburg.de

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