Urlaub ab Montag unter Auflagen möglich

Ab an die Küste, rauf auf die Inseln

Die Landesregierung erlaubt Lockerungen für den Tourismus. Unter bestimmten Auflagen sollen ab Montag wieder touristische Übernachtungen an der Küste und auf den Inseln möglich sein.
05.05.2021, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Ab an die Küste, rauf auf die Inseln
Von Marc Hagedorn
Ab an die Küste, rauf auf die Inseln
Mohssen Assanimoghaddam

Urlaub an der Küste und auf den Ostfriesischen Inseln wird ab kommenden Montag wieder möglich sein, wenn auch unter strikten Auflagen und mit Einschränkungen. So will es die Landesregierung in der neuen Corona-Verordnung festschreiben, die am Sonnabend veröffentlicht wird und am Montag in Kraft treten soll.

Demnach dürfen niedersächsische Bürger in Landkreisen und Großstädten ihres Bundeslandes mit einer stabilen Inzidenz von unter 100 nach einem monatelangen Verbot wieder in Hotels, Ferienwohnungen und auf Campingplätzen übernachten. Voraussetzung ist ein negativer Schnelltest oder ein Impfnachweis, auch dürfen nicht sofort alle Bettenkapazitäten komplett ausgeschöpft werden. „Wir schaffen Perspektiven, ohne unvorsichtig zu werden“, sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) bei der Vorstellung der Eckpunkte der neuen Corona-Verordnung am Dienstag. Zunächst für voraussichtlich drei Wochen gilt diese Regelung.

Lesen Sie auch

Da die Corona-Lage in den Landkreisen nach wie vor sehr unterschiedlich ist, ergibt sich kein einheitliches Bild. Nur dort, wo über fünf Werktage die Inzidenz unter 100 bleibt, greifen Lockerungen, in den Hotspots bleibt es bei den Einschränkungen durch die Bundes-Notbremse. Gut sieht es im Moment in der Küstenregion aus, dort liegen die Inzidenz-Werte außer in der Stadt Emden teilweise weit unter 100. In 16 Landkreisen wird sie dagegen überschritten, etwa in der Region Hannover, den Landkreisen Vechta, Diepholz, Cloppenburg oder Rotenburg sowie den Städten Delmenhorst, Osnabrück oder Wolfsburg.

Die Tourismusbranche an der Küste reagierte erleichtert auf die Lockerungen. „Wir freuen uns darauf, dass wir endlich wieder Gäste bei uns begrüßen dürfen“, sagte Göran Sell dem WESER-KURIER. Der Geschäftsführer der Marketinggesellschaft der Ostfriesischen Inseln gehörte zu den Initiatoren des sogenannten Moin-Konzepts, mit dem die Inseln als Pilotprojekt eigene Ideen für eine Öffnung umsetzen wollten. Damit hatten sich die Inselbürgermeister bei der Landesregierung aber nicht durchsetzen können. „Es gibt aber eine hohe Übereinstimmung zwischen dem, was wir konzeptionell erarbeitet haben und dem, was jetzt in der Verordnung des Landes geregelt wird“, sagte Sell, „insofern sind wir sehr gut vorbereitet.“

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+