Borkum

Von Aalmutter bis Zylinderrose

Borkum. Pünktlich zum Ferienstart in Nordrhein-Westfalen ist die Urlaubsinsel Borkum um eine Attraktion reicher. Dort hat eine tierische Nordsee-WG ihr neues Domizil bezogen.
27.06.2015, 00:00
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Pünktlich zum Ferienstart in Nordrhein-Westfalen ist die Urlaubsinsel Borkum um eine Attraktion reicher. Dort hat eine tierische Nordsee-WG ihr neues Domizil bezogen. Im einzigen Nordsee-Aquarium der ostfriesischen Inseln können Besucher in die Unterwasserwelt eintauchen und Einblicke in die Artenvielfalt zwischen Wattenmeer und offener See bekommen.

Von der Aalmutter bis zur Zylinderrose reicht das Spektrum in der Anlage. „Damit wurde ein wichtiger Baustein für die Umweltbildung gelegt“, sagte Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) am Freitag bei der Eröffnung.

Rund 675 000 Euro hat der Wiederaufbau des 38 Jahre alten Aquariums gekostet, die Hälfte davon kam aus EU-Förderung. Mit diesem Projekt, der Sanierung der Promenade und der benachbarten Sonnenterrassen sowie einem Dorferneuerungsprogramm hat sich Borkum an prominenten Stellen deutlich aufgehübscht. „Die Insel erstrahlt in neuem Glanz“, sagte Geschäftsführer Göran Sell von den Wirtschaftsbetrieben der Stadt Borkum.

Das Aquarium informiert an 16 unterschiedlichen Themenbecken über Besonderheiten der Naturregion. Dabei geht es etwa um das Wattenmeer als Kinderstube für viele Nordsee-Bewohner. Besonders Heringe oder Plattfische wie die Scholle finden hier ausreichend Nahrung und können relativ geschützt vor Fressfeinden aufwachsen. Auch die Folgen der Überfischung in den Ozeanen wird angesprochen. Forscher warnen vor den direkten Konsequenzen für den Menschen, aber auch vor einem Durcheinander beim biologischen Gleichgewicht der Weltmeere. „Zudem kann der Klimawandel dazu führen, dass sich Nahrungsketten verändern und auseinanderreißen“, sagte Wenzel.

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