Verhandlungsrunden folgen Ende der Woche Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Beschäftigte legen Arbeit nieder

An diesem Mittwoch gibt es erneut Warnstreiks im öffentlichen Dienst. Beschäftigte aus Gesundheits- und Sozialbereichen haben in Niedersachsen und Bremen die Arbeit niedergelegt.
21.10.2020, 08:56
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Von Thomas Strünkelnberg

Erneut haben Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Niedersachsen im Tarifkonflikt ihre Arbeit niedergelegt. Etwa in der Abfallentsorgung sei der Warnstreik „sehr erfolgreich angelaufen“, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi am Mittwochmorgen. Etwa 90 Prozent der zum Warnstreik aufgerufenen Beschäftigen habe sich beteiligt, das zeige einen „wahnsinnigen Streikdruck“. Aufgerufen sind Beschäftigte nicht nur der Müllabfuhr, sondern auch Kindertagesstätten, Rat- und Kreishäuser, Krankenhäuser sowie Sparkassen.

Die Arbeitgeber haben für die bundesweit rund 2,4 Millionen Beschäftigten insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in drei Jahresstufen angeboten. Die Gewerkschaft fordert bei einer einjährigen Laufzeit allerdings ein Lohn- und Gehaltsplus von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die dritte Verhandlungsrunde ist für Donnerstag und Freitag angesetzt.

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Der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Werneke, der gleichzeitig Verhandlungsführer ist, wird am Vormittag (11.55 Uhr) auf dem Opernplatz in der Landeshauptstadt Hannover vor etwa 500 Menschen sprechen. Die Kundgebung wird angesichts der Corona-Pandemie als Online-Übertragung für alle Streikenden zu sehen sein.

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