Klagen über die Krankenversicherung und über zu geringen Lohn Werkvertragsarbeiter streiken

Papenburg (wk). Auf der Meyer-Werft im emsländischen Papenburg haben Werkvertragsarbeiter aus Rumänien und Bulgarien die Arbeit niedergelegt. Die circa 150
08.03.2014, 00:00
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Von WESER-KURIER

Auf der Meyer-Werft im emsländischen Papenburg haben Werkvertragsarbeiter aus Rumänien und Bulgarien die Arbeit niedergelegt. Die circa 150

Männer arbeiten bei der Emder Dirks Group, die Stahl- und Schiffbauaufträge für die Werft übernommen hat, wie Unternehmenssprecher Udo Fecht gestern mitteilte. Gestern trafen sich Geschäfts-

führung des Emder Unternehmens und die Beschäftigten zu Gesprächen auf der Werft.

Es habe Klagen über die Krankenversicherung und über zu geringen Lohn gegeben, sagte Fecht. Allerdings habe sich schnell herausgestellt, dass das Krankenkassenthema keines sei. „Alle sind krankenversichert“, sagte Fecht. Die Dirks Group wolle nun die Ärzte in der Region besser informieren, damit kein Arbeiter abgewiesen werde.

In Sachen Lohn werde verhandelt, sagte Fecht. Alle Mitarbeiter würden übertariflich bezahlt. Allerdings dürfen wegen der im vergangenen Jahr mit der Meyer-Werft vereinbarten Sozialcharta und des Tarifvertrags für Werkvertragsarbeiter nicht mehr so viele Überstunden gemacht werden wie noch einige Monate zuvor. Das hat offenbar die Folge, dass der Lohn nicht so hoch ist, wie die Arbeiter erwarten. Möglicherweise werden nun mehr Überstunden vergütet.

Auf den Tod von zwei rumänischen Arbeitern im vergangenen Sommer hatte die Papenburger Werft unter anderem mit einer Sozialcharta und einem Tarifvertrag für diese Arbeitskräfte reagiert. „Wir haben aus dem Unglück im letzten Jahr gelernt, dass wir die Arbeits- und Ruhezeiten auch kontrollieren“, sagte Thomas Gelder, der Betriebsratsvorsitzende der Meyer-Werft. Das sei auch in Ordnung. „Wir wollen hier nicht noch einmal Beschäftigte haben, die mehr als 300 Stunden im Monat arbeiten.“

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