Über 450 tote Tiere Windräder gefährden Vögel

Hannover. Durch Zusammenstöße mit Windrädern kommen nach Einschätzung von Tierschützern jährlich Tausende Fledermäuse und Vögel in Niedersachsen ums Leben. Die genaue Zahl ist allerdings unklar.
19.03.2013, 05:00
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Hannover. Durch Zusammenstöße mit Windrädern kommen nach Einschätzung von Tierschützern jährlich Tausende Fledermäuse und Vögel in Niedersachsen ums Leben. Die genaue Zahl ist allerdings unklar. Die Zahl von 450 toten Vögeln und Fledermäusen, die in den vergangenen zehn Jahren landesweit an Windrädern gefunden wurden, gilt nur als ein Bruchteil der verunglückten Tiere.

Unter den 234 getöteten Vögeln, die seit 2002 unter den Anlagen lagen, waren die häufigsten Arten Stockente, Lachmöwe, Mäusebussard und Rotmilan. Zudem seien 214 Fledermäuse getötet worden, teilte das Umweltministerium in Hannover mit. Fledermaus-Experten gehen von deutlich höheren Verlusten aus. Nach ihren Berechnungen sterben rund 220000 Tiere pro Jahr an Deutschlands Windenergieanlagen. Häufig sind bedrohte Arten betroffen.

Die FDP im Landtag will verhindern, dass Windräder zu Todesfallen für viele Tiere werden. "Wir möchten keine Windkraftanlagen im Wald haben", sagte der FDP-Abgeordnete Gero Hocker gestern. Die Energiewende sei richtig und wichtig. "Wir können aber den Naturschutz nicht der Energiewende opfern."

Die neue rot-grüne Landesregierung plant nach eigenen Worten einen "natur- und artenschutzverträglichen Ausbau der Windenergie und prüft in diesem Zusammenhang auch Maßnahmen zum Schutz der betroffenen Tiere". Um Fledermäuse vor Zusammenstößen zu bewahren, könnten Windräder zeitweise abgeschaltet werden. Die Insektenjäger kommen nach Studien vor allem in warmen Nächten von Juni bis September an den Anlagen zu Tode. (wk)

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