Kommentar über die Meyer-Werft

Stellenabbau ist alternativlos

Die Nachfrage nach Kreuzfahrtschiffen ist durch die Corona-Krise auf ein Minimum gesunken. Das zwingt die Meyer-Werft zum Handeln. Ein Stellenabbau ist unausweichlich, findet Redakteur Peter Hanuschke.
29.05.2020, 05:00
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Stellenabbau ist alternativlos
Von Peter Hanuschke
Stellenabbau ist alternativlos

Seit Anfang Mai herrscht auf der Meyer-Werft Kurzarbeit. Um den Nachfrageeinbruch nach Kreuzfahrtschiffen zu kompensieren, plant die Werft, einen massiven Sparkurs mit Stellenabbau einzuschlagen.

Jens Hagens

Umso schneller die Werften sie fertig bauen, desto besser. Das war vor der Corona-Krise. Seitdem hat die Pandemie manche Branchen komplett zum Stillstand gebracht. Jetzt wollen die Kreuzfahrtreedereien ihre bestellten Schiffe erst zu einem Termin abnehmen, der weit in der Zukunft liegt. Oder sie würden am liebsten sogar ganz auf ihre Bestellung verzichten. Der auf Null runtergefahrene Kreuzfahrttourismus hat den Bedarf nach noch mehr schwimmenden Hotelanlagen auf ein Minimum sinken lassen. Das bringt die Meyer-Werft in ziemliche Bedrängnis.

Das Unternehmen zählt zu den Weltmarktführern im Kreuzfahrtschiffbau. Jetzt sieht sich die Werft zu einem massiven Sparkurs gezwungen. Es droht ein Stellenabbau. Dieser Weg ist alternativlos, um die Kosten spürbar und zeitnah zu senken. Es ist eine von nur wenigen effektiven Möglichkeiten für die Werft, um die Zeit des Nachfragerückgangs zu überbrücken und auf bessere Zeiten zu hoffen.

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Gelingt das nicht, dann geht nicht nur der bedeutendste Kreuzfahrtschiffbauer und damit maritimes Know-how verloren, sondern zahlreiche Zulieferfirmen könnten verschwinden.

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