Minister: Sicherheit steht obenan

Wölfe sollen Sender bekommen

Hannover. Nach zahlreichen Rissen von Nutztieren soll das auffällige Wolfsrudel im Landkreis Cuxhaven mit Sendern versehen werden. Immer wieder wurden dort auch Kälber und Rinder getötet.
10.01.2018, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Peer Körner

Hannover. Nach zahlreichen Rissen von Nutztieren soll das auffällige Wolfsrudel im Landkreis Cuxhaven mit Sendern versehen werden. Immer wieder wurden dort auch Kälber und Rinder getötet. Gegebenenfalls sollten die Wölfe vergrämt werden, kündigte Umweltminister Olaf Lies (SPD) am Dienstag in Hannover an.

Eine Stellungnahme der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes (DBBW) habe keine grundlegend neuen ­Erkenntnisse gebracht, sagte Lies. Die gerissenen Nutztiere im Landkreis Cuxhaven seien nicht ausreichend geschützt gewesen, heiße es darin. Die Gutachter hätten deshalb unter anderem empfohlen, den Schutz der Weidetiere zu intensivieren. „Auch wir werben intensiv dafür, Weidetierbestände wolfssicher einzuzäunen oder Herdenschutzhunde einzusetzen, und haben dafür die Förderkulisse ausgeweitet. Herdenschutz ist also wichtig“, betonte der Umweltminister. „In Cuxhaven aber lässt sich das Problem so nicht lösen“, erklärte er, deshalb sollen die Wölfe nun Sender bekommen.

Lies kündigte dabei im Umgang mit dem Wolf „klare Kante“ an. Die Sicherheit der Menschen stehe an erster Stelle. „Daher muss der rechtliche Rahmen im Umgang mit dem Wolf vollständig ausgeschöpft werden. Auch dort, wo Herdenschutzmaßnahmen nicht realisierbar sind, muss es andere Möglichkeiten im Umgang mit dem Wolf geben.“ Dies werde er auch bei den Gesprächen zur Regierungsbildung im Bund einfordern. Zudem werde er das Thema in Brüssel zu Sprache springen. „Beim Umgang mit auffällig gewordenen Wölfen brauchen wir Klarheit.“ In letzter Konsequenz könne es im Einzelfall auch notwendig sein, die Wölfe zum Abschuss freizugeben, hatte Lies vor Kurzem gesagt.

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