Neue Spuren 33 Jahre nach der Tat

Zeugenhinweise nach XY-Sendung

Uslar/Nienburg. Mehr als 13 Jahre nach dem nicht aufgeklärten gewaltsamen Tod eines Babys im Solling kommt neue Bewegung in den Fall. Nach einem Beitrag in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY .
11.08.2017, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Matthias Brunnert und Justus Randt

Uslar/Nienburg. Mehr als 13 Jahre nach dem nicht aufgeklärten gewaltsamen Tod eines Babys im Solling kommt neue Bewegung in den Fall. Nach einem Beitrag in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ seien rund 40 Hinweise eingegangen, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Dabei handele es sich vorwiegend um Angaben zu einem um das Jahr 1920 hergestellten Handtuch, das ein Monogramm mit den Buchstaben „HK“ trägt. In dieses Handtuch war die Leiche des kleinen Mädchens eingewickelt gewesen.

Das getötete Neugeborene war am 3. März 2004 in Uslar zwischen abgesägten Ästen auf einer Böschung an der Bundesstraße 241 gefunden worden. Die Babyleiche hatte dort vermutlich mehrere Wochen unbemerkt gelegen. Laut Obduktion hatte das Kind bei seiner Geburt noch gelebt. Es wurde durch „stumpfe Gewalteinwirkung“ getötet. „Die Ermittler werden die Hinweise jetzt nach und nach bearbeiten“, sagte die Polizeisprecherin.

Auch im Fall des vor 33 Jahren in Nienburg gewaltsam ums Leben gekommenen Hobbyanglers Wilhelm Rettberg hat es diverse Hinweise gegeben. „Zwei der insgesamt 32 Anrufe deuten auf auswertbare Spuren hin“, sagte Lutz Gaebel, Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden, die 5000 Euro Belohnung ausgesetzt hat. Rettberg, zur Tatzeit 49 Jahre alt, war offenbar beim Würmersammeln am Weserufer angegriffen und ausgeraubt worden. Er starb an einem Schädel-Hirn-Trauma.

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