Germanwings-Absturz in Frankreich Zwei Niedersachsen unter den Opfern

An Bord der am Dienstag in Südfrankreich abgestürzten Germanwings-Maschine waren mindestens zwei Menschen aus Niedersachsen.
25.03.2015, 08:38
Lesedauer: 1 Min
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Bei dem Flugzeugunglück in Südfrankreich sind auch zwei junge Männer aus Niedersachsen ums Leben gekommen. Dies teilte das Innenministerium am Mittwoch in Hannover mit.

Die Opfer im Alter von 27 und 28 Jahren stammten aus Neuenhaus in der Grafschaft Bentheim und Lingen im Emsland. Nach Informationen der "Grafschafter Nachrichten" handelt es sich um zwei Männer, die sich am Sonntag das Fußballspiel zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid angeschaut hatten.

Bei dem Absturz der Germanwings-Maschine am Dienstag in den französischen Alpen sind vermutlich 150 Menschen ums Leben gekommen, darunter 72 Deutsche. Ein Sprecher des Innenministeriums in Hannover sagte, dass es nicht sehr wahrscheinlich sei, dass unter den Opfern weitere Niedersachsen seien.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zeigte sich betroffen. Er wollte noch am Mittwoch bei den beiden Familien schriftlich kondolieren, sagte seine Sprecherin. Sein Mitgefühl gelte insbesondere auch dem Nachbarland Nordrhein-Westfalen, das in "ganz besonderer Weise" betroffen sei. Eine Schulklasse aus Haltern am See war an Bord der Unglücksmaschine, sie sollte in Düsseldorf landen.

Am Tag nach dem Absturz, dem ersten Tag der Osterferien in Niedersachsen, traten zahlreiche Urlauber am Airport Hannover ihren Urlaubsflug an. Dabei herrschte am Check-in-Schalter von Germanwings gedrückte Stimmung. "Das ist ein ganz trauriger Urlaubsauftakt", sagte Maria Pilar Lozano, die in ihre Geburtsstadt Barcelona reiste. Am Vormittag beteiligten sich die Flughafen-Mitarbeiter an einer Schweigeminute für die Opfer des Unglücks.

Anders als in Stuttgart, Düsseldorf und anderen Flughäfen traten in Hannover nach Flughafen-Angaben alle Germanwings-Crews zum Dienst an. Im Tagesverlauf sollten neun Germanwings-Maschinen in Hannover starten. In Düsseldorf, Stuttgart, Köln, Berlin und Leipzig fielen dagegen am Dienstag einige Flüge aus, weil Crews ihren Dienst nicht angetreten hatten. Sie gaben dafür nach Angaben der Lufthansa persönliche Gründe an.

Wie in allen anderen Bundesländern gilt in Niedersachsen bis Freitag Trauerbeflaggung. Daran beteiligten sich sowohl alle öffentlichen Gebäude als auch die Schulen. (dpa)

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