Medienbericht

400 Rechtsextremismus-Verdachtsfälle bei Polizei von Bund und Ländern

Bei Landes- und Bundespolizei in Deutschland gibt es mindestens 400 Rechtsextremismus-Verdachtsfälle. Das ergab eine Umfrage des Nachrichtenmagazins „Spiegel“.
07.08.2020, 16:53
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Von Corinna Schwanhold
400 Rechtsextremismus-Verdachtsfälle bei Polizei von Bund und Ländern

Das Bundesinnenministerium zählte bei der Bundespolizei seit 2012 demnach 36 rechtsextreme und 25 rassistische Vorkommnisse sowie 12 Fälle, in denen Beamte der sogenannten Reichsbürger-Bewegung nahestehen sollen.

Andreas Arnold

Den deutschen Behörden liegen Informationen zu mindestens 400 Rechtsextremismus-Verdachtsfällen bei Landes- und Bundespolizei vor. Die Bundesländer zählten seit 2014 rund 340 rechtsextreme, rassistische oder antisemitische Verdachtsfälle, wie eine Umfrage des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ bei den Innenministerien von Bund und Ländern ergeben hat. Das Bundesinnenministerium zählte bei der Bundespolizei seit 2012 demnach 36 rechtsextreme und 25 rassistische Vorkommnisse sowie 12 Fälle, in denen Beamte der sogenannten Reichsbürger-Bewegung nahestehen sollen.

Mit 70 Verdachtsfällen verzeichnete Hessen unter den Ländern die mit Abstand höchste Zahl. Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bayern und Sachsen-Anhalt gaben laut Bericht jeweils bis zu zwei Dutzend Fälle an. In kleinen Ländern wie Bremen oder dem Saarland sollen es nur Einzelfälle gewesen sein, die sich nicht erhärtet haben.

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