Treffen in Köln AfD-Spitze bereitet sich auf Parteitag vor

Vor dem mit Spannung erwarteten AfD-Bundesparteitag in Köln hat die Parteispitze am Freitag ein Vorbereitungstreffen abgehalten und sich auf die Veranstaltung vorbereitet.
21.04.2017, 18:32
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Vor dem mit Spannung erwarteten AfD-Bundesparteitag in Köln hat die Parteispitze am Freitag ein Vorbereitungstreffen abgehalten und sich auf die Veranstaltung vorbereitet.

Für den Abend hatte die Partei noch ein Empfang geplant. Zur Frage der Spitzenkandidatur gebe es allerdings keinen neuen Beschluss, hieß es nach der Vorstandssitzung aus Parteikreisen.

Das AfD-Vorstandsmitglied Alice Weidel hat die Delegierten des Bundesparteitags in Köln aufgefordert, die Wirkung ihrer Entscheidungen auf potenzielle Wähler nicht aus dem Auge zu verlieren. Primärziel müsse es sein, "mit maximaler Fraktionsstärke in den Bundestag einzuziehen", sagte Weidel am Freitag in Köln. "Alle anderen Belange sind diesem Ziel bedingungslos unterzuordnen."

Von dem zweitägigen Bundesparteitag, der am Samstagmorgen in Köln beginnt, müsse ein "Signal der Einigkeit" ausgehen, betonte Weidel. Sie ist baden-württembergische Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl. Nach dem Rückzieher von Parteichefin Frauke Petry hatte ihr Landesverband sie als mögliches Mitglied eines bundesweiten Spitzenkandidatenteams vorgeschlagen. Ob sie dies selbst anstrebt, ließ sie offen. Weidel sagte nur: "Über die Wahl eines Spitzenteams entscheidet alleine die Partei."

Der zweitägige Parteitag soll am Sonnabendmorgen in einem Hotel in der Kölner Innenstadt beginnen. Er wird von großen Protestkundgebungen begleitet sein. Rund um den Tagungsort war schon am Freitag ein großes Polizeiaufgebot präsent. Die AfD will bei ihrem Parteitag ein Programm für die Bundestagswahl im September beschließen und - vielleicht - einen oder mehrere Spitzenkandidaten wählen. Parteichefin Frauke Petry hatte nach monatelangen Machtkämpfen diese Woche überraschend erklärt, sie stehe dafür nicht zur Verfügung.

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Zu Demonstrationen gegen den AfD-Bundesparteitag am Wochenende im Kölner Hotel Maritim werden mehrere zehntausend Teilnehmer erwartet. Gegen ein Klima der Fremdenfeindlichkeit und des Misstrauens wollen Gewerkschaften, Parteien und Kirchen ein Signal für Respekt und Solidarität setzen. Neben friedlichen Bürgern könnten nach den Befürchtungen der Polizei auch mehrere hundert gewaltbereite Demonstranten aus dem linken Spektrum zum AfD-Tagungsort kommen. Potenziellen Randalierern aus den Nachbarländern soll die Reise nach Köln verwehrt werden. Insgesamt werden rund 50.000 Demonstranten in Köln erwartet. (dpa)

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