Kommentar über die AfD-Parteispende Ahnungslos

Fraktionschefin Alice Weidel gibt sich ahnungslos. Dabei kam eine der beiden Großspenden aus dem Nicht-EU-Land Schweiz, war also definitiv ein Verstoß gegen das Parteiengesetz, schreibt Hans-Ulrich Brandt.
15.11.2018, 20:41
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Ahnungslos
Von Hans-Ulrich Brandt

Es läuft immer nach dem gleichen Muster: Kaum ist eine dubiose Parteispende aufgedeckt worden, schon beginnt die parteiinterne Schlammschlacht. Gesucht wird jemand, dem man den Schlamassel anhängen kann. Ansonsten beteuern alle Verantwortlichen, sie hätten entweder von nichts gewusst, seien böswillig getäuscht worden oder hätten erst durch die Medien von der üblen Sache erfahren.

Auch AfD-Fraktionschefin Alice Weidel macht da keine Ausnahme; sie gibt sich unschuldig und ahnungslos. Falsch gemacht haben will sie nichts. Dabei kam eine der beiden auf ihren Namen lautenden Großspenden aus dem Nicht-EU-Land Schweiz, war also definitiv ein Verstoß gegen das Parteiengesetz. Doch der in Finanzfragen versierten Unternehmensberaterin fiel das angeblich nicht auf. Sie schiebt nun alle Verantwortung auf den baden-württembergischen AfD-Landesverband. Dort hätte die Spende doch überprüft werden müssen.

Inzwischen kümmert sich die Staatsanwaltschaft um den Fall. Weidel steht unter Druck, wird aber kaum über die Sache stolpern. Wie schon viele andere Politiker vor ihr auch nicht.

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