WESER-KURIER-Interview mit Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig fordert mehr Engagement für Energiewende

Bremen. Scharfe Kritik übt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Thorsten Albig (SPD) an der bisherigen Umsetzung der Energiewende. Im WESER-KURIER forderte er den Bund auf, stärker als bisher eine Führungsrolle zu übernehmen.
15.10.2012, 19:20
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Bremen. Scharfe Kritik übt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Thorsten Albig (SPD) an der bisherigen Umsetzung der Energiewende.

„Wir sollten nicht erst teure Kapazitäten im Bereich Windenergie auf See und an Land aufbauen und dann scheitert alles an fehlenden Leitungen und Anschlüssen. Dann endet die Energiewende, bevor sie begonnen hat.

Und dann warten die Atommeiler mit ihrem tödlichen Müll“, sagte Albig im Interview mit dem Bremer WESER KURIER (Dienstagsausgabe). Er forderte den Bund auf, stärker als bisher eine Führungsrolle zu übernehmen: „Da ist dem Bund nun sehr spät eingefallen, dass er noch viel Optimierungspotenzial besitzt.“

Zwar könne man „durchaus darüber nachdenken“, das Erneuerbare-Energien-Gesetz zu reformieren, da es „die ein oder andere Fehlentwicklung“ gegeben habe, das Vorhaben des Bundes-Umweltministers, den Ausbau der Windenergie zu quotieren, bezeichnete Albig aber als „Unfug“: „Wenn es einen Faktor gibt, der Strom günstiger macht, dann ist es Strom aus Windmühlen an Land. Wer jetzt sagt, wir quotieren, der versteht das ganze Projekt nicht. Wir müssen schnell dahin kommen, dass die Ausbauziele, die wir anstreben, zu vernünftigen Preisen erzielt werden. Wir müssen die Netzanschlüsse zueinander passend machen und Entwicklungen aufeinander abstimmen. Und wir brauchen bessere Energiespeicher. Da erwarten wir vom Umweltminister Einsatz und Aktivität. Und kein Gerede über unsinnige Quoten.“

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