Kommentar über Theresa May Am Ende

Die britische Regierungschefin Theresa May gibt ihr Amt als Parteichefin der Tories und demnächst als Premierministerin ab. Es kann nur besser kommen, findet Korrespondentin Katrin Pribyl.
07.06.2019, 18:31
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Am Ende
Von Katrin Pribyl

Gefühlsausbrüche wie vor zwei Wochen gab es am Freitag keine mehr von Theresa May. Ihr Rücktritt als Parteivorsitzende war nur noch Formsache, auch das Amt des Premierministers übergibt sie in Kürze. Mitleid muss mit May niemand haben, sie geht in die Geschichte ein als einer der schwächsten Premierminister, die das Königreich je gesehen hat. Ihre Hinterlassenschaft? Ein einziger Scherbenhaufen. Die Bevölkerung ist tief gespalten, die Menschen sind wütend, ihre Tory-Partei präsentiert sich zerstrittener denn je und mit ihrem großen Ziel EU-Austritt ist sie gescheitert.

Derweil werden drängende Probleme im Land vernachlässigt, die allumfassende Brexit-Krise überschattet alles. Wer nun mit Blick auf die Kandidatenliste meint, es könne nach Theresa May noch schlimmer kommen, irrt. Nichts ist schlimmer als der Stillstand der vergangenen Monate, alles ist besser als das völlig paralysierte Parlament, wo es weder vor noch zurück ging, während im Volk die Wut immer weiter wuchs. Natürlich ist mit einem neuen Regierungschef die Herkulesaufgabe Brexit nicht gelöst. Dennoch kann der Wechsel eine Chance bedeuten.

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