Nach Angriff auf ZDF-Team

Polizei untersucht diverse Beweismittel

Nach dem Angriff ein Fernsehteam des ZDF in Berlin wertet die Polizei weiter viele Hinweise und mögliche Beweise aus. Dafür seine Ermittlungsgruppe gebildet worden, erklärte die Polizeipräsidentin am Montag.
11.05.2020, 14:51
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Von Andreas Rabenstein

Zehn Tage nach dem Angriff auf ein ZDF-Team in Berlin wertet die Polizei weiter die vielen Hinweise und möglichen Beweise aus. Es seien eine Vielzahl von Zeugen zu vernehmen und „sehr, sehr umfangreiches Bildmaterial zu sichten und auszuwerten“, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Kriminaltechniker würden zudem „diverse Beweismittel“ auf Spuren untersuchen. Dafür sei am 5. Mai eine Ermittlungsgruppe (EG) gegründet worden, die zu dem für politisch motivierte Taten zuständigen Staatsschutz gehöre. Die EG habe bereits weitere Zeugen gefunden, die befragt würden. Am Tatort habe die Polizei inzwischen Aufrufe aufgehängt, um weitere Beobachter zu finden. Ähnliche Aufrufe soll es im Internet geben. Weitere Erkenntnisse aus den Ermittlungen wollte Slowik nicht nennen.

Das siebenköpfige Team der Satiresendung „heute-show“ war am Nachmittag des 1. Mai nach Interviews bei einer Demonstration gegen die Corona-Regeln von mindestens 15 zum Teil vermummten Menschen angegriffen worden. Mehrere ZDF-Mitarbeiter und private Wachleute wurden verletzt.

Sechs Verdächtige wurden festgenommenen und wenig später wieder freigelassen. Die Polizei begründete dies damit, dass sie nicht genug Beweise hatte, um einen dringenden Verdacht, der für einen Haftbefehl nötig ist, zu begründen. Die sechs Verdächtigen sind Slowik zufolge „zumindest teilweise der linken Szene zuzurechnen“.

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