CDU-Frau erringt Direktmandat im Wahlkreis 28 / SPD-Kandidatin Susanne Mittag zieht über Landesliste ein

Astrid Grotelüschen zum zweiten Mal dabei

Delmenhorst. Der Wahlkreis 28 – Delmenhorst, Wesermarsch, Oldenburg Land – bleibt in der Hand der CDU. Trotz Gewinnen deutlich oberhalb des Bundestrends ist es der SPD nicht gelungen, den Wahlkreis zurückzuerobern, der vor der Bundestagswahl 2009 fast drei Jahrzehnte lang in der Hand der Sozialdemokraten gelegen hatte.
23.09.2013, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Ute Winsemann

Der Wahlkreis 28 – Delmenhorst, Wesermarsch, Oldenburg Land – bleibt in der Hand der CDU. Trotz Gewinnen deutlich oberhalb des Bundestrends ist es der SPD nicht gelungen, den Wahlkreis zurückzuerobern, der vor der Bundestagswahl 2009 fast drei Jahrzehnte lang in der Hand der Sozialdemokraten gelegen hatte. Denn die Union legte, wie auch bundesweit, noch mehr zu.

Wer das Direktmandat erringen würde, war trotzdem lange Zeit offen. Letztlich ließ die CDU-Kandidatin Astrid Grotelüschen mit 63647 Erststimmen ihre SPD-Kontrahentin Susanne Mittag, die auf 62952 Stimmen kam, knapp hinter sich. Mittag wird trotzdem ebenfalls in den Bundestag einziehen: Mit dem vierten Platz auf der Landesliste ihrer Partei war sie von vornherein gut abgesichert.

Danach hatte es vor dem Wahlabend auch bei Angelika Brunkhorst ausgesehen, die bei der FDP auf Platz drei stand. Doch zusammen mit ihrer Partei scheiterte sie an der Fünf-Prozent-Hürde.

Mit 5,0 Prozent stand die FDP bei den Zweitstimmen im Landkreis nur geringfügig besser da als im Bund. Klarer Sieger war die CDU, die 62418 Stimmen erhielt. In Prozent steigerte sie sich damit von 31,1 auf 39,0. Die SPD verbesserte sich von 28,7 auf 34,1 Prozent, dahinter standen 54563 Stimmen. Drittstärkste Kraft im Landkreis wurden nach dem Absturz der FDP die Grünen. Mit 8,1 Prozent verschlechterten sie sich allerdings gegenüber 2009. Fast halbiert hat sich das Zweitstimmenergebnis der Linken, die mit 5,5 Prozent aber ebenfalls noch vor der FDP landeten.

Astrid Grotelüschen sprach in einer ersten Reaktion von einem „tollen Ergebnis für die CDU“. Susanne Mittag hatte sich hingegen für die SPD „ein bisschen mehr schon erhofft“. Wie die beiden fährt auch Angelika Brunkhorst heute erst einmal nach Berlin – aber unter anderem, um sich um ihre Mitarbeiter zu kümmern, die sich nun ebenfalls einen neuen Job suchen müssen. Das Abschneiden der FDP bewertete sie als „absolut desolat“.

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