"Spiele auf Sieg, nicht auf Platz"

Auch Merz kandidiert für CDU-Vorsitz

Der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat offiziell seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz erklärt. Er habe sich nach reiflicher Überlegung entschlossen, beim Parteitag am 25. April anzutreten.
25.02.2020, 12:14
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Auch Merz kandidiert für CDU-Vorsitz

Auch Friedrich Merz hat seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz erklärt.

Kay Nietfeld/dpa

Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz sieht derzeit keine Chance mehr, bei einem Sieg von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet bei der Wahl zum CDU-Vorsitz Partei-Vize zu werden. Die Möglichkeit eines Stellvertreterpostens für ihn sei mit Laschet besprochen worden, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin. Aber diese Frage habe sich jetzt erledigt. Denn Laschet will bei einem Sieg Bundesgesundheitsminister Jens Spahn als seinen Stellvertreter an der Parteispitze vorschlagen.

Merz sagte nun dazu: „Ich spiele hier auf Sieg, und nicht auf Platz.“ Merz hatte am Dienstag unmittelbar nach Laschet offiziell seine Bewerbung um den CDU-Vorsitz bei einem Sonderparteitag am 25. April in Berlin angekündigt.

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Zu Laschets Vorstoß, Spahn als Stellvertreter vorzuschlagen, sagte Merz mit ironischem Unterton: „Im richtigen Leben würde man vielleicht von einer Kartellbildung zur Schwächung des Wettbewerbs sprechen.“ Aber das sei völlig in Ordnung.

Am 25. April wird nur über die Nachfolge der scheidenden CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer entschieden. Sollte Laschet gewinnen, muss auch sein Vize-Posten neu besetzt werden. Beim regulären Parteitag Anfang Dezember in Stuttgart sollen nach den bisherigen Angaben auch die übrigen Spitzenposten neu gewählt werden. Sollte er gewinnen, wolle er eine Frau als Generalsekretärin vorschlagen, sagte Merz.

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