Kommentar über den SPD-Auftakt zur Europawahl

Aufbruchstimmung, wo keine ist

Aufbruchstimmung, wo keine ist: Es ist zum Verzweifeln für die SPD. Und Martin Schulz, immerhin einmal EU-Parlamentspräsident, führt inzwischen ein Schattendasein in der SPD. Kurios, findet Hans-Ulrich Brandt.
03.05.2019, 20:07
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Aufbruchstimmung, wo keine ist
Von Hans-Ulrich Brandt
Aufbruchstimmung, wo keine ist

Katarina Barley (rechts), Spitzenkandidatin der SPD für die Europawahl, unterhält sich in Saarbrücken beim bundesweiten Wahlkampfauftakt der Partei für die Europawahl mit der Parteivorsitzenden Andrea Nahles.

Oliver Dietze/dpa

Überschattet von der aufgeregten Debatte über die steilen Sozialismus-Thesen von Juso-Chef Kevin Kühnert ist die SPD in den Europawahlkampf gestartet. Und während die Parteivorsitzende Andrea Nahles noch schwer damit beschäftigt ist, die Träume von einer linken Mehrheit mit einem Machtwort zu beenden („Ich finde die Antworten, die Kevin Kühnert gibt, falsch“), muss sie auch schon in Saarbrücken mit Spitzenkandidatin Katarina Barley und dem bundesweit völlig unbekannten Udo Bullmann Stimmung für Europa machen.

Aufbruchstimmung, wo keine ist: Es ist zum Verzweifeln für die SPD. Obwohl es bei der zeitgleich mit der Bürgerschaftswahl stattfindenden Europawahl für die Sozialdemokraten und besonders für Nahles ohnehin schon um die nackte Existenz geht, schafft es die Partei, sich irgendwie immer wieder selbst Stöcke zwischen die Beine zu schieben.

Und Martin Schulz, immerhin einmal EU-Parlamentspräsident, führt inzwischen ein Schattendasein in der SPD. Der Kanzlerkandidat von 2017 setzt im Europawahlkampf mit seinem Verein „Tu was für Europa“ eigene, betont überparteiliche Akzente. Kurios!

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