Bremen Aulepp gegen Bremer Sparkurs

Bremen. Knapp zwei Wochen noch, dann hat die Bremer SPD einen neuen Chef. Eine neue Chefin vielmehr, denn zurzeit läuft alles darauf hinaus, dass die 45-jährige Juristin Sascha Aulepp die Nachfolge des scheidenden Landesvorsitzenden Dieter Reinken antreten wird.
18.04.2016, 00:00
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Knapp zwei Wochen noch, dann hat die Bremer SPD einen neuen Chef. Eine neue Chefin vielmehr, denn zurzeit läuft alles darauf hinaus, dass die 45-jährige Juristin Sascha Aulepp die Nachfolge des scheidenden Landesvorsitzenden Dieter Reinken antreten wird. In einer parteiinternen Befragung entschieden sich die SPD-Mitglieder mehrheitlich für Aulepp; ihr Kontrahent Mustafa Güngör erhielt hingegen nur etwa ein Drittel der Stimmen (wir berichteten).

Der Landesvorstand wird dem Parteitag am 30. April nun Aulepp als Kandidatin vorschlagen. Sollte sie gewählt werden, will sich Aulepp anschließend mit dem Landesvorstand zusammensetzen und die großen Linien der Parteiarbeit festlegen, sagte sie im Interview mit dem WESER-KURIER. Sie verstehe sich als Teamplayer und betonte mit Blick auf die angespannte Haushaltslage im kleinsten Bundesland, dass die Sparanstrengungen ihre Grenzen haben müssen: „Man muss aufpassen“, so Aulepp, „dass am Ende von Sparbemühungen nicht herauskommt, dass man Strukturen zerschlägt. Es gibt Schlimmeres als einen hohen Schuldenstand: Dass man zum Beispiel den Bremerinnen und Bremern und den kommenden Generationen eine kaputtgesparte Infrastruktur hinterlässt.“ Im Gespräch betonte sie, dass ihr vor allem daran liege, die vielen kleinen Projekte in den Stadtteilen zu erhalten.

FEA

Interview Seite 8

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