Lüneburg Auschwitz-Prozess erneut vertagt

Lüneburg. Oskar Grönings Platz auf der Anklagebank des Landgerichts Lüneburg bleibt leer. Der Prozess, die Hitze – beides ist für den 94-Jährigen offenbar zu viel.
03.07.2015, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Wiebke Ramm

Oskar Grönings Platz auf der Anklagebank des Landgerichts Lüneburg bleibt leer. Der Prozess, die Hitze – beides ist für den 94-Jährigen offenbar zu viel. Gröning habe schon nach der Verhandlung am Vortag „deutliche gesundheitliche Probleme“ gehabt, teilt Richter Franz Kompisch am Donnerstag im Gerichtssaal mit. „Er ist schwächer denn je“, sagt sein Verteidiger Hans Holtermann. Gröning sei nicht in der Lage, vor Gericht zu erscheinen.

Bereits zuvor waren wiederholt Verhandlungstage ausgefallen, weil dem ehemaligen SS-Mann Gröning die Kraft gefehlt hatte. Am Donnerstag ist eigentlich das Plädoyer der Staatsanwaltschaft erwartet worden. Doch ohne den Angeklagten kann nicht verhandelt werden. „Ohne ihn geiht dat nich“, sagt Richter Kompisch und schickt alle wieder heim.

Gröning muss sich seit April wegen Beihilfe zum Massenmord in mindestens 300 000 Fällen im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau im Sommer 1944 vor Gericht verantworten. Die Beweisaufnahme steht unmittelbar vor dem Abschluss. Am 7. Juli soll der Prozess jetzt fortgesetzt werden.

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