Iran Ahmadinedschad: Iran neben USA einzige Weltmacht

Teheran. Der iranische Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad sieht sein Land auf dem Weg zur zweiten Weltmacht neben den USA. «Jeder hat heute begriffen, dass nur zwei Mächte den Haupteinfluss in der Welt ausüben, und das sind die USA und der Iran», sagte Ahmadinedschad in New York.
20.09.2010, 12:00
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Teheran. Der iranische Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad sieht sein Land auf dem Weg zur zweiten Weltmacht neben den USA. «Jeder hat heute begriffen, dass nur zwei Mächte den Haupteinfluss in der Welt ausüben, und das sind die USA und der Iran», sagte Ahmadinedschad in New York.

Dies berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Der iranische Staatschef nimmt in New York an der UN-Vollversammlung teil.

Die Zukunft der Welt hänge davon ab, wie diese beiden Mächte miteinander umgingen, sagte Ahmadinedschad. Deshalb warteten die meisten Teilnehmer der UN-Vollversammlung vor allem auf zwei Reden, «die des US- und die des iranischen Vertreters».

Die USA seien unbestritten die globale Wirtschaftsmacht, sage Ahmadinedschad. Sie seien aber damit gescheitert, das politische Weltgeschehen zu lenken, wie die Konflikte im Irak und Afghanistan zeigten. Der Iran sei im Gegensatz zu den USA dazu in der Lage und erfreue sich zudem dank seiner «Politik des Friedens, der Freundschaft und Gerechtigkeit» weltweiter Anerkennung.

Den Streit um das iranische Atomprogramm bezeichnete Ahmadinedschad als Vorwand. Die USA seien sich wohl bewusst, dass der Iran keine Nuklearwaffen besitze und auch keine anstrebe. Im Westen wird Teheran seit Jahren verdächtigt, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie an Nuklearwaffen zu arbeiten.

Ahmadinedschad hatte dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama mehrfach ein Zweier-Treffen bei der UN-Vollversammlung vorgeschlagen. Washington hat das Angebot als Propaganda-Trick zurückgewiesen. (dpa)

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