Iran Ahmadinedschad kündigt neue Atomprojekte an

Teheran. Am 33. Jahrestag der islamischen Revolution hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad neue Atomprojekte angekündigt. "In den kommenden Tagen werden wir die Eröffnung neuer Atomanlagen im Iran erleben", sagte Ahmadinedschad in Teheran.
12.02.2012, 21:50
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Teheran. Am 33. Jahrestag der islamischen Revolution hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad neue Atomprojekte angekündigt. "In den kommenden Tagen werden wir die Eröffnung neuer Atomanlagen im Iran erleben", sagte Ahmadinedschad in Teheran.

Er bezog sich damit vermutlich auf die Inbetriebnahme einer Anlage in Fordo zur Anreicherung von Uran auf 3,5 Prozent, vier und 20 Prozent. Das reicht nicht für Atomsprengsätze. Derzeit wird spekuliert, dass Israel bei einer weiteren Zuspitzung des Streits über das iranische Nuklearprogramm Atomanlagen bombardieren könnte.

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) warnte Israel vor einem Angriff auf den Iran. "Ein Erfolg wäre höchst unwahrscheinlich und der politische Schaden unübersehbar", sagte de Maizière der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Er zeigte sich überzeugt, dass die internationalen Sanktionen gegen Teheran wirksam sein werden. Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin riet ebenfalls von einem Angriff ab. Davon unabhängig werde Deutschland aber weiterhin an Israels Seite stehen.

"Die Welt sollte wissen, dass der Iran trotz allen Drucks nicht einen Deut von seinen Prinzipien und seinem Recht (auf Kerntechnik) abrücken wird", sagte Ahmadinedschad. "Wie verfügen nicht nur über die Kenntnisse der Atomtechnik, sondern sind auch in der Lage, mit unseren eigenen Fachleuten für unsere Bedürfnisse zu sorgen."

Ahmadinedschad sprach am Freitag zum Abschluss einer Kundgebung in Teheran zur Feier der islamischen Revolution 1979. Landesweit nahmen nach Angaben der Staatsmedien Millionen Menschen an Veranstaltungen in rund 850 Orten teil.

Während der Feiern zum Jahrestag der Revolution wurde landesweit der Zugriff auf das Internet eingeschränkt. Bereits seit drei Tagen sei das Senden von E-Mails nicht möglich, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr am Samstag. Betroffen seien vor allem Dienste wie Google, Hotmail oder Yahoo. Eine offizielle Erklärung für die Störung gab es nicht. Es wurde jedoch spekuliert, dass diese mit den für diesen Dienstag geplanten Protesten der Opposition zusammenhängen könnte und auf diese Weise Absprachen der Demonstranten über das Internet verhindert werden sollten. (dpa)

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