Terrorismus Al-Kaidas Nr. 3 soll Anschläge in Europa geplant haben

Hamburg/München. Berichte über in Europa geplante islamistische Terroranschläge gehen nach einem Bericht des Magazins «Der Spiegel» auf die Nummer drei des Terrornetzwerks Al-Kaida zurück.
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Hamburg/München. Berichte über in Europa geplante islamistische Terroranschläge gehen nach einem Bericht des Magazins «Der Spiegel» auf die Nummer drei des Terrornetzwerks Al-Kaida zurück.

Dies habe der aus Hamburg stammende Deutsch-Afghane ausgesagt, der seit Wochen von amerikanischen Ermittlern im US-Militärgefängnis Bagram in Afghanistan verhört wird. Deutsche Sicherheitsbehörden hatten eine erhöhte Bedrohung für deutsche Städte nach Bekanntwerden der Berichte vor einigen Tagen verneint.

Der deutsche Islamist habe Scheich Junis al-Mauretani im Frühsommer dieses Jahres unter konspirativen Umständen in der pakistanischen Stadt Mir Ali getroffen, berichtet «Der Spiegel». Dabei habe der Scheich über mögliche Anschläge in mehreren europäischen Ländern, darunter Frankreich und Großbritannien, gesprochen. Osama Bin Laden habe die Pläne persönlich gebilligt und einen Teil des dafür nötigen Geldes zur Verfügung gestellt.

Der Mann gehört zu einer Gruppe von Hamburger Islamisten, die im März 2009 in das afghanisch-pakistanische Grenzgebiet gereist waren, um sich dort in Terrorcamps ausbilden zu lassen. Er war im Juli in Kabul von US-Soldaten festgenommen worden.

Das Auswärtige Amt hatte sich bislang ohne Erfolg um Zugang zu ihm bemüht. Laut Magazin «Focus» bereitet sich eine Gruppe deutscher Sicherheitsexperten aus Bundeskriminalamt, Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst darauf vor, den Deutsch-Afghanen im Oktober in Afghanistan zu befragen. (dpa)

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