Proteste Amtsinhaber gewinnt Präsidentenwahl in Togo

Nairobi/Lomé. Amtsinhaber Faure Gnassingbe hat nach Angaben der Wahlkommission die Präsidentenwahl im westafrikanischen Togo gewonnen. Wie der britische Sender BBC am späten Samstagabend weiter berichtete, bekam Gnassingbe bei der Wahl am vergangenen Donnerstag etwa 1,2 Millionen Stimmen.
07.03.2010, 11:00
Lesedauer: 1 Min
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Nairobi/Lomé. Amtsinhaber Faure Gnassingbe hat nach Angaben der Wahlkommission die Präsidentenwahl im westafrikanischen Togo gewonnen. Wie der britische Sender BBC am späten Samstagabend weiter berichtete, bekam Gnassingbe bei der Wahl am vergangenen Donnerstag etwa 1,2 Millionen Stimmen.

Für seinen schärfsten Herausforderer Jean-Pierre Fabre votierten demnach knapp 700 000 Togoer. Seine Partei, die Union der Kräfte für einen Wandel (UFC), wirft der Wahlkommission Manipulation vor. Auch die Wahlbeobachter der EU hatten mangelnde Transparenz bei der Auszählung und Übermittlung der Stimmen kritisiert.

Nach Berichten des Senders ist das Ergebnis vorläufig. Der Sieg Gnassingbes müsse vom Verfassungsgericht bestätigt werden. Fabres UFC will das Wahlergebnis anfechten und hat weitere Proteste angekündigt. Bereits am Samstagabend demonstrierten Anhänger der Opposition wegen der angeblichen Unregelmäßigkeiten. Die Polizei setzte Tränengas gegen sie ein.

Gnassingbe ist der Sohn des langjährigen Militärdiktators Gnassingbe Eyadema. Das Militär hatte ihn nach dem Tod seines Vaters als Staatsoberhaupt eingesetzt. Nach internationalen Protesten stellte sich Gnassingbe noch im gleichen Jahr einer Wahl, die von der Opposition jedoch boykottiert wurde. Die diesjährigen Präsidentenwahlen, an denen auch sechs Vertreter von Oppositionsparteien teilnahmen, galten als Testfall für die Demokratie in Togo. (dpa)

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