Westafrika Burkina Faso: Regierung verhängt Ausgangssperre

Auseinandersetzungen in Militärunterkünften und Schüsse nahe des Präsidentenpalasts. Putschgerüchte weist die Regierung zurück. Präsident Roch Marc Kaboré greift nun durch.
24.01.2022, 09:01
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Ouagadougou (dpa) - Nach Meutereien von Soldaten im Krisenstaat Burkina Faso hat die Regierung eine Ausgangssperre verhängt. Zwischen 20.00 Uhr und 5.30 Uhr dürfe landesweit niemand auf die Straße, teilte Präsident Roch Marc Kaboré per Dekret mit.

Westafrikas wirtschaftliche Staatengemeinschaft Ecowas erklärte, sie unterstütze die Regierung. Sie rief die meuternden Soldaten zum Dialog auf. Die US-Botschaft in Ouagadougou blieb „aufgrund der anhaltenden Sicherheitsbedenken“ geschlossen.

Nach Auseinandersetzungen in zwei Militärunterkünften in der Hauptstadt Ouagadougou sowie in zwei nördlichen Städten hatte die Regierung des westafrikanischen Landes am Sonntag erklärt, die Situation sei unter Kontrolle - einen Putschversuch habe es nicht gegeben. Erst Mitte Januar hatte die Armee mehrere Soldaten eines Putschversuchs beschuldigt und festgenommen. Am Samstag forderten Hunderte Demonstranten Kaborés Rücktritt.

© dpa-infocom, dpa:220124-99-826636/2

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