Joe Biden Ein Jahr US-Präsidentschaft: Die große Ernüchterung

Joe Biden trat seine Präsidentschaft mit dem Versprechen an, die Spaltung in den USA zu überwinden und nach dem Chaos der Trump-Ära Normalität zurückzubringen. Ein Jahr später macht sich Ernüchterung breit.
19.01.2022, 14:38
Lesedauer: 7 Min
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Ein Jahr US-Präsidentschaft: Die große Ernüchterung
Von Thomas Spang

Der Präsident schnaubte vor Wut, als er vergangene Woche seine Parteifreunde auf dem Kapitolshügel besuchte. Selten gab „Onkel Joe“, wie Biden wegen seiner volkstümlichen Art auch heißt, so viel Frustration zu erkennen, wie nach dem Treffen mit den 50 Demokraten, die im US-Senat eine hauchdünne Mehrheit halten. Ausgerechnet hier, in der Kammer, die Biden über vier Jahrzehnte prägen half, hatten ihn die Seinen abermals im Stich gelassen. Und das bei einem Thema, das so zentral für seine Präsidentschaft ist, wie das Versprechen an die Amerikaner, die Nation zu versöhnen.

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