Energiepolitik in Frankreich Macron setzt auf Bau neuer Reaktoren

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat einen massiven Ausbau der Atomkraft angekündigt. Sechs neue Atomkraftwerke sollten gebaut sowie die Errichtung von acht weiteren Kraftwerken bis 2050 geprüft werden.
10.02.2022, 17:18
Lesedauer: 3 Min
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Von Birgit Holzer

Der Besuch von Emmanuel Macron am Donnerstag in Belfort war seit Langem geplant. Zum einen sollte er nichts weniger als einen Ausblick auf die Energie-Strategie Frankreichs der nächsten Jahrzehnte geben – auch wenn Macron nicht sicher sein kann, nach den Wahlen im April 2022 noch Präsident zu sein. Zum anderen ging es darum, die bittere Erinnerung an einen Verkaufsdeal auszulöschen, den er 2014 als Wirtschaftsminister mitverantwortet hat. Damals erwarb der US-Konzern General Electric (GE) die Energiesparte von Alstom und brach in der Folge sein Versprechen, 1000 Arbeitsplätze in Frankreich zu schaffen. Tatsächlich strich er laut Gewerkschaften bis zu 5000. Nun kaufte der französische Stromriese EDF einen Teil davon, nämlich die in Belfort hergestellten Arabella-Kraftwerkturbinen, wieder zurück. Die gemeinsame Presseerklärung von EDF und GE erfolgte am Tag des Macron-Besuchs vor Ort. Offiziell hat der 44-Jährige seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl in zwei Monaten immer noch nicht erklärt. Aber der Auftritt am Dienstag erinnerte stark an Wahlkampf.

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