Kaukasus Erneut Tote bei Anschlägen im Nordkaukasus

Moskau. Bei zwei Terroranschlägen in der russischen Teilrepublik Inguschetien im Konfliktgebiet Nordkaukasus sind mindestens zwei Polizisten getötet worden. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich nach Angaben des Innenministeriums vor einer Polizeiwache der Stadt Karabulak in die Luft.
05.04.2010, 10:10
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Moskau. Bei zwei Terroranschlägen in der russischen Teilrepublik Inguschetien im Konfliktgebiet Nordkaukasus sind mindestens zwei Polizisten getötet worden. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich nach Angaben des Innenministeriums vor einer Polizeiwache der Stadt Karabulak in die Luft.

Kurz darauf explodierte an der Stelle noch ein Sprengsatz in einem Auto. Das meldete die Nachrichtenagentur Interfax nach Polizeiangaben. Die Zahl der Verletzten war zunächst unklar. Im Hof der Polizeiwache seien viele Menschen gewesen, hieß es.

Vor einer Woche hatten sich in der Moskauer Metro zwei Selbstmordattentäterinnen aus dem Nordkaukasus in die Luft gesprengt und dabei mindestens 40 Menschen mit in den Tod gerissen. Seither hat auch der Terror auch in dem Konfliktgebiet weiter zugenommen. In den vergangenen Tagen war fast ausschließlich die Republik Dagestan betroffen. Dort starben seit vergangenen Dienstag mehr als zehn Menschen. Am Sonntag war nach einem Anschlag auf eine Bahnstrecke ein Güterzug entgleist.

In den Teilrepubliken im Nordkaukasus, wo auch das frühere Kriegsgebiet Tschetschenien liegt, kämpfen islamistische Rebellen gegen kremltreue Einheiten für ein unabhängiges «Kaukasus-Emirat». Die Aufständischen hatten nach den Metro-Anschlägen erklärt, ihren «Heiligen Krieg» auf ganz Russland auszuweiten. Nach dem Moskauer Blutbad lagen noch Dutzende Menschen am Ostermontag weiter im Krankenhaus. (dpa)

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