Kritiker von Missständen EU will gegen Justizmissbrauch vorgehen

Immer häufiger landen Menschen vor Gericht, die im öffentlichen Interesse auf Probleme aufmerksam machen und Missstände anprangern. Gegen diese Einschüchterungsklagen will Brüssel nun vorgehen.
26.04.2022, 18:48
Lesedauer: 2 Min
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EU will gegen Justizmissbrauch vorgehen
Von Katrin Pribyl

Kamil Maczuga war sich bewusst, dass sein Aktivismus Konsequenzen haben könnte. Und doch hätte er nicht gedacht, dass sein Kampf für Gerechtigkeit und gegen Diskriminierung auf Jahre hinaus sein Leben beeinflussen würde. Der 28-Jährige erstellte im Oktober 2018 mit drei Freunden eine interaktive Karte, in der sie polnische Gemeinden markierten, die Anti-LGBT-Deklarationen veröffentlicht haben. Durch den „Atlas of Hate“ erfuhr die Welt von „LGBT-freien Zonen", wie sie in Deutschland genannt wurden. Das Kürzel LGBT steht im Englischen für lesbisch, schwul, bisexuell und transgender. „Wir wollten darstellen, wie groß das Problem der Homophobie in Polen ist und Aufmerksamkeit erregen“, sagt Maczuga gegenüber dieser Zeitung. Das blieb nicht ohne Folgen für die Gruppe. Einige Zeit später wurden sie von sieben Gemeinden wegen Verleumdung vor Gericht gezerrt.

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