Hitzige Debatte Stierkampf-Verbot in Frankreich scheitert – vorerst

Ein Linkspolitiker musste einen Gesetzesvorschlag für das Stierkampf-Verbot zurückziehen – aufgeben will er nicht. Aber die Chancen für eine Mehrheit sind gering, die Verfechter der Tradition lautstark.
24.11.2022, 09:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Birgit Holzer

Sind Stierkämpfe eine grausame und unzeitgemäße Tierquälerei? Oder handelt es sich um eine identitätsstiftende Tradition, die in bestimmten südfranzösischen Regionen zur lokalen Kultur gehört? Wochenlang hat Frankreich kontrovers über diese Fragen debattiert, nachdem ein Abgeordneter der Linkspartei, Aymeric Caron, einen Antrag zum Verbot der Corrida, so der spanische Name für die Kämpfe, einbringen wollte. Am Donnerstagabend, als die Nationalversammlung darüber abstimmen sollte, zog er ihn jedoch zurück, weil angesichts von mehr als 800 Änderungsanträgen die Zeit für das Votum fehlte. Caron schimpfte über die absichtliche „Verhinderung“ und versprach einen neuen Gesetzesvorschlag. Zuvor hatte eine deutliche Mehrheit für die Aufnahme des Rechts auf Abtreibung in die Verfassung gestimmt – ebenfalls ein Anliegen der Linken.

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