Personalien Führerkult um Kim Jong Un: "Genie der Genies"

Seoul. Nordkorea treibt den Personenkult um den Nachfolger und jüngsten Sohn des gestorbenen Militärmachthabers Kim Jong Il, Kim Jong Un, weiter. Am Sonntag zeigte das Staatsfernsehen eine Dokumentation über den rund 30-Jährigen im vorwiegend militärischen Umfeld, in dem er als "Genie der Genies" in militärischen Strategien beschrieben wird.
08.01.2012, 16:20
Lesedauer: 1 Min
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Seoul. Nordkorea treibt den Personenkult um den Nachfolger und jüngsten Sohn des gestorbenen Militärmachthabers Kim Jong Il, Kim Jong Un, weiter. Am Sonntag zeigte das Staatsfernsehen eine Dokumentation über den rund 30-Jährigen im vorwiegend militärischen Umfeld, in dem er als "Genie der Genies" in militärischen Strategien beschrieben wird.

Nach Berichten südkoreanischer Medien war Sonntag (8. Januar) Kim Jong Uns Geburtstag. In den nordkoreanischen Medien wurde sein Geburtstag jedoch nicht genannt.

Mit der glorifizierenden Darstellung des Diktatorensohns will Nordkorea nach Meinung von Beobachtern zeigen, dass der Machtwechsel in dem kommunistischen Land ruhig verläuft und sich die Nordkoreaner mit Kim als Oberkommandierendem keine Sorgen zu machen brauchten.

Das Regime in Pjöngjang hatte Kim Jong Un nach dem Ende der offiziellen Trauerzeit für dessen Vater Ende Dezember als obersten Führer ausgerufen und ihm den Oberbefehl über die rund 1,2 Millionen Mann starken Streitkräfte übertragen. Auch hatte Pjöngjang eine Fortsetzung der - in der Verfassung festgeschriebenen - "Militär-Zuerst"-Politik Kim Jong Ils angekündigt.

Der Film zeigte am Sonntag Bilder von Kim Jong Un, wie er unter anderem einen Panzer fährt, auf einem Pferd reitet, im Cockpit eines Hubschraubers sitzt und Schießübungen verfolgt. Wann die Dokumentation erstellt wurde, war unklar. In einigen Sequenzen ist er an der Seite seines Vaters zu sehen, der ihn schrittweise auf die Nachfolge vorbereitet hatte.

Kim Jong Il war nach offizieller Darstellung am 17. Dezember infolge eines Herzinfarkts im Alter von 69 Jahren gestorben. Unter seiner Herrschaft waren Hunderttausende Menschen in dem verarmten, aber hochgerüsteten Land vor Hunger gestorben. (dpa)

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