Konflikte Hamas-Aktivist bei Angriff auf Gazastreifen getötet

Gaza. Bei den schwersten israelischen Luftangriffen seit Wochen auf Ziele im Gazastreifen ist am Freitagabend ein Mitglied der radikal-islamischen Hamas getötet worden. Acht weitere Palästinenser wurden verletzt.
31.07.2010, 15:02
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Gaza. Bei den schwersten israelischen Luftangriffen seit Wochen auf Ziele im Gazastreifen ist am Freitagabend ein Mitglied der radikal-islamischen Hamas getötet worden. Acht weitere Palästinenser wurden verletzt.

Die Palästinenser bestätigten am Samstag entsprechende Berichte der israelischen Zeitung «Haaretz». Bei dem 40 Jahre alten Todesopfer handelt es sich nach palästinensischen Angaben um eine Führungsfigur des militärischen Arms der Hamas-Organisation, Eassa al-Batran. Der Mann soll bereits mehrmals Ziel israelischer Angriffe gewesen sein. Seine Frau und seine fünf Kinder sollen bei der mehrwöchigen israelischen Offensive im Gazastreifen im Dezember 2008 umgekommen sein.

Die Organisation kündigte umgehend an, sich für den Tod ihres Anführers rächen zu wollen. «Diese neuerliche Dummheit wird nicht so leicht vorübergehen. Wir versprechen, uns für das vergossene Blut unseres Märtyrer zu rächen», heißt es in einem Flugblatt, das die Hamas an Journalisten faxte. «Wir werden den bewaffneten Widerstand fortsetzen, bis der Sieg mit Gottes Hilfe errungen ist», heißt es in dem Flugblatt weiter.

Den Informationen zufolge attackierten israelische Kampfflugzeuge drei unterschiedliche Ziele im Gazastreifen. Ein Angriff galt einem Trainings-Camp der Polizei im Gazastreifen, ein weiterer einem Schmuggler-Tunnel nach Ägypten und der dritte einem Wohnwagen sowie einer Goldschmiede. Zuvor hatten palästinensische Extremisten den Ort Aschkelon in Südisrael beschossen. Es war der erste Raketenangriff auf Aschkelon seit Ende des Gaza-Krieges im Januar 2009. Bei der Rakete handelte es sich um ein russisches Modell vom Typ Grad. Dabei sei Sachschaden entstanden.

Unterdessen wurde bekannt, dass die Öffnung der Grenze zwischen dem Gazastreifens und Ägypten am 1. Juni bisher von 45 000 palästinensischen Grenzgängern genutzt wurde. 2500 seien zurückgewiesen worden. (dpa)

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