Iran Internetzensur macht mehr als eine Million Menschen arbeitslos

Nach dem Tod von Mahsa Amini protestieren im Iran tausende Menschen. Die Regierung hat daraufhin den Zugang zum Internet stark eingeschränkt – mit Folgen.
30.09.2022, 07:53
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Die wegen der landesweiten Proteste von der Regierung verhängte Internetzensur hat eine Million Iraner arbeitslos gemacht. Das gab die nationale Gemeinschaft der Online-Unternehmen am Donnerstag bekannt. „Von der Internetzensur sind fast alle Online-Geschäfte betroffen, alleine die Sperre der Instagram App hat in den letzten Tagen 400.000 Online-Unternehmen lahmgelegt und über eine Million Menschen wurden arbeitslos“, erklärte die Vereinigung nach Angaben des Nachrichtenportals Khabarfoori.

Die für die Einschränkungen und Sperren verantwortlichen Behörden seien für die gravierenden Folgen für die Online-Industrie verantwortlich. Außerdem würden die Maßnahmen dazu führen, dass bald noch mehr qualifizierte Arbeitskräfte das Land verließen und auswanderten.

Als Reaktion auf die Proteste hatte die Regierung vergangene Woche den Zugang zum Internet stark eingeschränkt und einige Apps ganz gesperrt. Insbesondere mobile Funknetze funktionieren kaum. Damit soll den Demonstranten erschwert werden, untereinander zu kommunizieren oder Videos und Bilder in den sozialen Medien zu teilen. Laut Telekommunikationsminister Issa Sarepur werden die Beschränkungen solange wie notwendig bestehen bleiben.

Worum es bei den Protesten im Iran geht

Zu den gesperrten Apps gehören auch Instagram und WhatsApp. Die beiden Anwendungen spielen eine wichtige Rolle für das Online-Geschäft von etwa zehn Millionen Iranern. Instagram diente etwa für viele als Ausstellungsraum, WhatsApp wurde als Kommunikations- und Zahlungsportal genutzt. Die Verluste nach der Sperre liegen laut Medienberichten in Millionenhöhe.

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