USA Karsai weist Berichte über CIA-Gelder zurück

Kabul. Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat US-Berichte über CIA-Zahlungen an hohe Regierungsbeamte als «unverantwortliche Vorwürfe» zurückgewiesen. «Diese Berichte sind Teil eines Versuchs, die Aufmerksamkeit von Prioritäten wie dem Krieg gegen den Terror und dem Schutz der Zivilbevölkerung abzulenken», heißt es in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung.
28.08.2010, 16:10
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Kabul. Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat US-Berichte über CIA-Zahlungen an hohe Regierungsbeamte als «unverantwortliche Vorwürfe» zurückgewiesen. «Diese Berichte sind Teil eines Versuchs, die Aufmerksamkeit von Prioritäten wie dem Krieg gegen den Terror und dem Schutz der Zivilbevölkerung abzulenken», heißt es in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung.

Unter anderen hatte die «Washington Post» am Freitag berichtet, der US-Geheimdienst CIA führe zahlreiche Mitglieder der Regierung Karsai auf einer geheimen Gehaltsliste. Die Zahlungen würden als notwendig erachtet, weil Karsai «nicht alles erzählt» und oft auch nicht zu wissen scheine, was in seiner Regierung vorgehe, zitiert die «Washington Post» am Freitag einen ehemaligen CIA-Mitarbeiter. Die Geheimdienst-Gelder flössen an eine «bedeutsame Zahl» von Regierungsbeamten in Kabul. Ziel sei es, ein dichtes Netz an Zuträgern im Präsidentenpalast zu unterhalten.

Auch ein CIA-Sprecher hatte mit scharfer Kritik auf die Veröffentlichung reagiert. Die anonyme Quelle der Zeitung werde von «Ignoranz, Bosheit oder beidem getrieben», sagte Sprecher Paul Gimigliano. Der Geheimdienst spiele eine entscheidende Rolle, US- Ziele in Afghanistan voranzubringen, darunter Sicherheit und Stabilität. Spekulationen darüber, wer dabei helfe, seien «sowohl gefährlich als auch kontraproduktiv», sagte der Sprecher weiter. (dpa)

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