Menschenrechte Mexiko: Angehörige von Verschleppten kritisieren Ermittler

In der Nacht zum 27. September 2014 verschleppen korrupte Polizisten in Mexiko Dutzende Studenten und übergeben sie an ein Verbrechersyndikat. Bis heute bleiben viele Fragen offen.
27.09.2022, 02:36
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Acht Jahre nach dem Verschwinden von 43 Studenten in Mexiko haben Angehörige Rückschritte bei den Ermittlungen kritisiert. Zwar seien Beschuldigte kürzlich verhaftet worden, sagte der Anwalt der Familien, Vidulfo Rosales, bei einem Protestmarsch in Mexiko-Stadt. Mehrere weitere Haftbefehle seien jedoch wieder annulliert worden. Am Rande der Kundgebung kam es zu Zusammenstößen zwischen einigen vermummten Demonstranten und der Polizei, wie im Fernsehen zu sehen war.

Korrupte Polizisten hatten die Studenten des Lehrerseminars Ayotzinapa in der im Süden des Landes liegenden Stadt Iguala in der Nacht zum 27. September 2014 verschleppt und dem Verbrechersyndikat Guerreros Unidos übergeben. Die Hintergründe der Tat sind bis heute nicht vollständig aufgeklärt. Nur Knochenteile von drei der jungen Männern wurden bislang gefunden und identifiziert.

Zuletzt hatte eine Wahrheitskommission die Tat als Staatsverbrechen bezeichnet und die Studenten für tot erklärt. Auch Militärs trügen Mitschuld, teilte das Gremium mit. Der damalige Kommandeur des 27. Infanterie-Bataillons in Iguala und der ehemalige Generalstaatsanwalt wurden nach der Veröffentlichung des Berichts verhaftet.

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