Bundeswehr Ministerium: Trendwende in Afghanistan Mitte 2011

Berlin. Das Verteidigungsministerium rechnet nicht vor Mitte nächsten Jahres mit einer spürbaren Stabilisierung der Sicherheitslage in Afghanistan.
22.09.2010, 16:10
Lesedauer: 1 Min
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Berlin. Das Verteidigungsministerium rechnet nicht vor Mitte nächsten Jahres mit einer spürbaren Stabilisierung der Sicherheitslage in Afghanistan.

Der Parlamentarische Staatssekretär Christian Schmidt sagte am Mittwoch in Berlin, zwar sei bereits Anfang nächsten Jahres mit ersten positiven Auswirkungen der neuen Afghanistan-Strategie zu rechnen. «Ein signifikanter Fortschritt in der nachhaltigen Stabilisierung der Sicherheitslage wird sicherlich nicht vor Mitte 2011 erreicht werden können», fügte der CSU-Politiker aber hinzu.

Die internationale Schutztruppe ISAF ist in diesem Jahr noch einmal deutlich aufgestockt worden, um die Ausbildung afghanischer Soldaten und Polizisten weiter zu verstärken. Ziel ist es, 2011 mit der Übergabe der Verantwortung für die Sicherheit im Land an die Afghanen zu beginnen. Bis 2014 soll dieser Prozess abgeschlossen werden.

Schmidt betonte, dass die Bundeswehr mit einer Truppenstärke von bis zu 5000 Soldaten plus einer Reserve von 350 eine «nachhaltige Antwort» auf Forderungen der Bündnispartner gegeben habe. Er bekräftigte, dass derzeit ein Abzug von sechs «Tornado»- Aufklärungsflugzeugen und im Gegenzug die Aufstockung der Truppen für die Ausbildung afghanischer Streitkräfte geprüft werde. Ein solcher Schritt war vom Kommandeur der internationalen Afghanistan- Schutztruppe (ISAF), US-General David Petraeus, gefordert worden. (dpa)

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