Fördermengen werden drastisch reduziert Nach Erdbeben: Niederlande kündigen Ende der Erdgas-Produktion an

Die Niederlande werden immer wieder von Erdbeben erschüttert, die durch die Erdgas-Förderung entstehen. Jetzt kündigte die Regierung ein Ende der Produktion an.
30.03.2018, 14:53
Lesedauer: 1 Min
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Die Niederlande werden die Produktion von Erdgas drastisch reduzieren. Noch vor 2030 soll das größte Feld in der nördlichen Provinz Groningen geschlossen werden. Wegen der zahlreichen Erdbeben sei die Förderung nicht länger zu verantworten, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Donnerstag in Den Haag. Die Niederlande sind einer der größten Erdgasproduzenten Europas.

Bis 2022 soll die Fördermenge auf weniger als 12 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr reduziert werden. 2017 wurden 23,6 Milliarden Kubikmeter gefördert, 2013 waren es sogar mehr als doppelt so viel.

Seit Jahren wird das Gebiet an der deutschen Grenze, wo die größten Gasvorkommen sind, von meist kleineren Erdbeben erschüttert. Tausende Häuser wurden beschädigt. Nach einem Beben der Stärke 3,4 Anfang des Jahres hatte die Regierung bereits eine Reduzierung der Fördermenge angekündigt.

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Um die Energie-Versorgung zu garantieren, soll für rund eine halbe Milliarde Euro eine Stickstoffanlage gebaut werden, um importiertes hochkalorisches Gas so umzuwandeln, dass es auch in den Niederlanden genutzt werden kann. Außerdem soll auch der Export nach Deutschland, Frankreich und Belgien reduziert werden.

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